Vodafone: Die neuen Tarife bleiben Vorankündigung
24.09.2010
Vodafone hat die ersten LTE Tarife bekanntgegeben. Nur buchen kann man sie noch nicht. Es ist lediglich möglich, sich vormerken zu lassen für die Angebote, die je nach Maximalgeschwindigkeit und Volumen gestaffelt sind. Die Preise liegen zwischen 42,49 Euro (bei 7,2 Megabit pro Sekunde Downloadrate) und 72,49 Euro (bei 50 Mbit/s Downloadrate). Den LTE Surfstick gibt es für einen Euro zum Tarif dazu. Die Mindest-Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.
Der LTE-Ausbau von Vodafone läuft schon: Bis Dezember 2010 sollen mehr als 1000 Gemeinden mit schnellem, LTE Internet ausgerüstet sein. Bis Ende 2011 sollen dann – auch durch den LTE-Aufbau anderer Mobilfunkbetreiber - die bisher unterversorgten Orte folgen. Dann kann auch der LTE-Ausbau in den Städten beginnen.
Es gibt keine Garantien für Geschwindigkeit
Auf der Seite www.turbo-surfen.de kann man sich schon einmal vormerken lassen, um sich über den Ausbau von LTE in der eigenen Gemeinde zu informieren. Dort erfährt man auch die genaue Abstufung der LTE Tarife. Für 42,49 Euro kann man mit maximal 7,2 Mbit/s surfen und hat ein Volumen von zehn Gigabyte (GB) zur Verfügung. Zahlt man 52,49 Euro, surft man mit maximal 21,6 Mbit/s und kann 15 GB verbrauchen. In der teuersten Variante zahlt man 72,49 Euro und surft mit bis zu 50 Mbit/s. Das Volumen hierbei liegt bei 30 GB. Hat man das Inklusiv-Volumen verbraucht, wird man auf 384 Kilobit pro Sekunde heruntergebremst. Voice-Over-IP oder Peer-to-Peer-Anwendungen sind nicht gestattet.
Bei der Auswahl der LTE Tarife sollte man sich vor allem auf die angebotenen Volumina konzentrieren, denn die Geschwindigkeiten sind lediglich theoretische Maximalwerte. Angepeilt ist eine Mindestgeschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde im Download, garantiert wird aber nichts. Die Geschwindigkeit hängt von der Zahl der Nutzer in der jeweiligen Funkzelle ab. Ist sie voll, surft man mit der 50-Mbit/s-Variante genauso schnell wie mit der 7,2-Mbit/s-Variante.
LTE mit Einschränkungen
Die LTE-Netze auf dem Land werden nur stationäres Internet zulassen. Man surft zwar drahtlos, ist aber auf ein relativ kleines Gebiet beschränkt. Erst Ende 2011 sollen die weißen Flecken in dünn besiedelten Gebieten auf der Landkarte geschlossen werden. Und erst dann, wenn auch die Städte LTE bekommen, werden die 4G-Netze richtig mobil. Auch die ersten LTE-Smartphones kommen wahrscheinlich erst Ende 2011.
Über den LTE-Surfstick, der statt 239,90 Euro nur einen Euro kostet, wenn man einen LTE-Zuhause-Tarif von Vodafone bucht, weiß man noch nichts Genaueres. Von Vodafone gibt es bisher keine detaillierten Angaben zur Hardware. Von Seiten des Anbieters heißt es lediglich, er sei abwärtskompatibel zu UMTS und GPRS.
Vodafone bietet einen Monat Zeit, den Vertrag zu testen und wieder zu kündigen. Kündigt der Kunde innerhalb dieses Monats, muss er den LTE-Stick wieder zurückschicken. Nach Ablauf der Testzeit tritt die Mindestlaufzeit von 24 Monaten in Kraft.
Autor: JG
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