Test Smartphone-Tarife: Blau.de und Freenet mobile vorne
Ratgeber: Smartphone Tarife
Bei Telefon- und Datentarifen für Smartphones liegen Blau.de und Freenet mobile ganz vorne, so das Ergebnis des Tariftests der Stiftung Warentest. Bei den Wenig-Nutzern kam Blau.de auf den ersten Platz, gefolgt von Hellomobil und Weltbild. Bei den Vielnutzern siegte Freenet Mobile.
Der Tipp der Warentester: Wenig-Nutzer sollten einen Sprachtarif mit einer Datenoption kombinieren; Vielnutzer sollten besser eine Internet-Flatrate auswählen.
Datenoptionen für Wenig-Nutzer
Bei den Tarifen für Wenig-Nutzer ging Stiftung Warentest von folgendem Nutzerverhalten aus: 30 Telefonminuten pro Monat mit einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 40 Sekunden, 14 SMS im Monat, sechs Tage im Monat online mit einem Datenvolumen von 40 Megabyte.
Testsieger bei diesen Vorgaben wurde Blau.de. Der Mobilfunk-Discounter funkt im Netz von E-Plus, die monatlichen Kosten lagen mit diesem Nutzerprofil bei 8,90 Euro. Mit 9,50 Euro nur unwesentlich teurer - aber dafür im wesentlich besseren Mobilfunknetz von O2 unterwegs - sind die Kombitarife von Hellomobil oder Weltbild, die auf Platz zwei und drei landeten. Bei allen Tarifen wird der Datenverkehr nach Volumen abgerechnet, bei blau.de sind 100 Megabyte (MB) im Monat inklusive, bei den beiden anderen Anbietern nur 50 MB. Jedes weitere Megabyte wird gesondert berechnet.
Hat man seinen Datenverbrauch nicht ganz so gut im Blick und möchte nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens Folgekosten vermeiden, gibt es auch für Wenig-Nutzer die Möglichkeit, eine Flatrate als Datenoption zum Telefontarif zu buchen. Günstigste Flatrate-Anbieter laut Stiftung Warentest sind die Discounter Discoplus und Discotel, die ebenfalls das O2-Netz nutzen. Für 7,50 Euro im Monat erhält man eine Surfflatrate mit 200 MB Inklusiv-Volumen. Ist das verbraucht, entstehen zwar keine weiteren Kosten, allerdings wird die Surfgeschwindigkeit von maximal 7,2 Megabit pro Sekunde auf GPRS-Niveau gedrosselt. Die Gesamtkosten der Modellrechnung belaufen sich auf 11,70 Euro im Monat. Mit 12,50 Euro kaum teurer sind die monatlichen Gesamtkosten mit den Flatrate-Optionen von Maxxim und Simply, die ebenfalls eine 200-MB Internetflatrate im O2-Netz enthalten.
Alle genannten Tarife sind Prepaid-Tarife, bei denen ein vorher aufgeladenes Guthaben verbraucht wird. Zwar haben die Telefon-Tarife keine Laufzeiten, die Datenoptionen sind jedoch in der Regel erst nach drei Monaten erstmals kündbar und verlängern sich dann jeweils um einen Monat.
Mit 30 Euro im Monat für Wenig-Nutzer - mehr als dreimal so teuer wie der günstigste Tarif - schnitt der Tarif Complete Mobil S der Telekom am schlechtesten ab. Mit 120 Telefon-Freiminuten, 40 Frei SMS, Hotspot-Flatrate und Internet-Flatrate mit 300 MB ungedrosseltem Datenvolumen liegt der Tarife jedoch weit über den Anforderungen von Stiftung Warentest.
Tarife für Viel-Nutzer
Das von der Stiftung Warentest erstellte Profil für Dauernutzer sieht folgendermaßen aus: im Monat 330 Telefonminuten mit einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 150 Sekunden, 17 SMS im Monat, 30 Tage im Monat mit dem Handy online, genutztes Datenvolumen 300 Megabyte. Berücksichtigt wurden nur Tarife und Optionen, die ein ungedrosseltes Datenvolumen von mindestens 300 Megabyte enthalten.
Testsieger bei den Tarifen für Dauernutzer wurde Freenet mobile mit Gesamtkosten von 38,40 Euro im Monat. Davon entfallen auf die Datenflatrate im O2 -Netz im Monat 9,95 Euro, die Telefonminuten und SMS werden mit jeweils acht Cent berechnet. Das ungedrosselte Inklusiv-Volumen beträgt 500 MB. Der teuerste Tarif in dieser Gruppe mit 55 Euro monatlich kommt von O2 (O2o und Internet-Pack M). Mit rund 17 Euro Preisunterschied fällt die Differenz hier nicht ganz so gravierend aus wie bei den Tarifen für Wenig-Nutzer.
Rundum-Sorglos-Pakete
Allerdings muss man festhalten, dass bei allen getesteten Tarifen der Kategorie Dauernutzer die Telefonminuten und SMS einzeln berechnet werden. Eine Telefon-Flatrate ist bei keinem Tarif inklusive. Telefoniert man also doch mal mehr, steigen auch die Kosten. Möchte man sich um seine Handy-Rechnung gar keine Gedanken machen, gibt es auch dafür Möglichkeiten.
Einige der bei Stiftung Warentest aufgeführten Tarife enthalten einen Kostenschutz. Auch wenn mehr telefoniert wird, zahlt man im Monat nur einen bestimmten Höchstbetrag. Diese Kostenbremse gibt es zum Beispiel bei blau.de, Fonic oder O2. Allerdings liegen die Grenzen mit 40 bis 50 Euro relativ hoch, zumal noch die Kosten für die Datennutzung dazu kommen.
Interessanter sind da sogenannte All-Net-Flats, bei denen Telefonie und Datennutzung inklusive sind. Die 1&1 All-Net-Flat mit einer monatlichen Grundgebühr von 29,90 Euro in den ersten 12 Monaten, beziehungsweise 39,90 Euro ohne Laufzeit, ist für Vielnutzer eine echte Alternative, zumal 1&1 das Mobilfunknetz von Vodafone nutzt. Stiftung Warentest hat diese All-Net-Flat jedoch nicht berücksichtigt, da das ungedrosselte Inklusiv-Volumen lediglich 250 MB beträgt.
Autor: MB
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