Wlan-Modems für die Hosentasche
Ratgeber: Tipps für den Kauf eines UMTS-Routers
Bald schon können auch Apple-Nutzer hierzulande ein iPad erwerben und müssen dafür nicht mehr in die USA reisen. Das iPad wird in zwei Varianten erscheinen, in einer Wifi+3G-und in einer Wlan-Variante. Besitzer der Wlan-Variante, die günstiger ist als die UMTS-fähige Variante, werden sich über neue UMTS-Router freuen, die zahlreiche Anbieter im Portfolio haben.
Doch nicht nur für iPad-Nutzer erweisen sich mobile Breitband-Router als hilfreiche Begleiter. Jeder, der etwa ein Notebook ohne integriertes 3G-Modem besitzt, kann ein solches drahtloses Modem für die Hosentasche nutzen. Besonderer Clou an den handlichen Routern: Sie verbinden nicht nur eines, sondern gleich mehrere Geräte mit dem Internet.
Schnell und einfach ein eigenes Netzwerk
Dabei funktionieren die UMTS-Router genauso wie andere Wlan-Router, nur dass sie statt eines DSL-Anschlusses das Mobilfunknetz nutzen. Das Modem gibt die Daten über ein Wlan-Signal an Geräte im Umkreis ab. Diese wählen sich einfach in das aufgespannte drahtlose Netzwerk ein und können loslegen.

Für den UMTS-Router benötigt man eine Sim-Karte, die über einen entsprechenden Datentarif läuft und so Zugang ins mobile Internet bietet. Je nach Akkulaufzeit des mobilen Modems kann man so sein kleines drahtloses Netzwerk überall hin mitnehmen und etwa auch sein Notebook, sein Handy und den iPad gleichzeitig auf das UMTS-Netz zugreifen lassen.
Vodafone und O2 verkaufen mobile Router
Vor allem bei den großen Netzbetreibern kann man die UMTS-Router entweder in Verbindung mit einem Datentarif oder auch ohne Vertrag kaufen. So bietet der Mobilfunkbetreiber Vodafone den Mifi 2352 von Novatel an. Dieser ist für 229 Euro zu haben und kann bei maximalen 7,2 Mbit/s bis zu fünf Geräten gleichzeitiges mobiles Sufen ermöglichen. Per Micro-SD-Karte mutiert der Mifi auch zu einem Datei-Server mit bis zu 16 Gigabyte Speicherplatz. O2 verkauft den Huawei E5 für 129 Euro. Auch dieses Gerät lässt fünf Geräte in ein drahtloses Netzwerk und bietet HSPA-Geschwindigkeit. Der Huawei E5 ist ebenfalls ein optionaler Datenspeicher mit maximal 32 GB.
Der Mypocket DIR-457 von D-Link soll erst im Juli das Licht der Welt erblicken. Der Router soll 199 Euro kosten und bis zu 16 Nutzern mobiles Internet-Surfen ermöglichen, was eine deutliche Ausweitung im Vergleich zu den bisherigen Geräten darstellt. Die Surf-Geschwindigkeit wird allerdings lediglich bei 3,6 Mbit/s liegen. Dafür kann man nicht nur auf UMTS-Netze im 2100-MHz-Band zugreifen, sondern auch auf die Frequenzbereiche um 800 und 1900 MHz.
Nicht immer eine Alternative
Insgesamt gesehen ist die Auswahl an UMTS-Routern derzeit noch relativ gering. Zudem liegen die Akkuzeiten der mobilen Modems bei durchschnittlich drei bis vier Stunden, was auf Dauer nicht wirklich überzeugt. Außerdem liegt der Preis der Hosentaschen-Router bei deutlich über 100 Euro. Dies übersteigt zum Beispiel die Mehrkosten des iPads mit Wifi-3G-Modul, welches 100 Euro mehr kostet als das Wlan-Modell.
Für Kunden, die ihre bestehenden Geräte ohne 3G-Konnektivität ins mobile Internet bringen wollen, ohne nach Hotspots zu suchen, sind die UMTS-Router eine Alternative. Auch wer einfach und schnell im Ausland surfen will, ist mit den UMTS-Modems gut beraten, denn mit ihnen findet man im Ausland flexibler einen passenden Datentarif.
Autor: JM
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