Mobil Online: Nutzertypen für das UMTS Internet mit Notebook/Laptop und PC
Das Internet über UMTS ist insbesondere für die mobile Nutzung mit Laptop bzw. Notebook geeignet. Darüber hinaus hat es sich als sehr gute Alternative zum DSL-Anschluss zuhause erwiesen, da in vielen Gebieten in Deutschland DSL nach wie vor nicht verfügbar ist.
Hinzu kommt, dass sowohl die Preise als auch die Leistungsfähigkeit des UMTS Internets in letzter Zeit sehr viel attraktiver geworden sind. Inzwischen gehen nicht mehr nur Handynutzer mobil online, vielmehr war es für Notebook-Nutzer noch nie so einfach und günstig, auch von unterwegs mit dem Laptop im Internet zu surfen.
Die folgende Aufstellung der Nutzertypen gibt einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des UMTS Internets. Der Einsatz von Endgeräten mit größeren Bildschirmdiagonalen als im Handybereich steht bei den vorgestellten Anwenderprofilen im Vordergrund. Bei den abgegebenen Tarifempfehlungen spielt sowohl die Art der Nutzung als auch die Nutzungsintensität eine Rolle.
Gelegentlich surfen und E-Mails übertragen: der Minimal-Nutzer
Für alle diejenigen, die nicht regelmäßig mit ihrem Notebook mobil online sind, entstehen die größten Kosten oft durch den Basistarifpreis bei Laufzeitverträgen. Inzwischen haben einige Anbieter Produkte im Programm, die es dem Nutzer erlauben, auf ebendiese Kosten für den Basistarif zu verzichten und nur bei tatsächlicher Nutzung des Internetzugangs abzurechnen. Damit sich das für den User rechnet sollte die Online-Zeit oder das Übertragungsvolumen tatsächlich gering sein.
Im Klartext: wer nicht öfter als zehn mal pro Monat jeweils bis zu 15 Minuten (oder zwei mal pro Monat bis zu zwei Stunden) mobil online ist oder nicht mehr als rund 50 MB monatlich versurft, der kommt mit einem Prepaid-Datentarif (zeitbasiert) oder sogar mit einem Prepaid-Discount-Tarif (volumenbasiert oder zeitbasiert) aus.
Es gibt allerdings einige Nachteile bei dieser Art des mobilen Internetzugangs:
- Man surft nicht mit der schnellstmöglichen Geschwindigkeit.
- Die Hardware (Laptopkarte) ist in der Regel nicht subventioniert und/oder wird mit Simlock ausgeliefert. Die einmaligen Kosten sind also höher als bei Abschluss eines Laufzeitvertrages und die Geräte nur im Netz des eigenen UMTS Anbieters nutzbar.
- Beim Surfen muss man stets auf das verbrauchte Volumen oder die Online-Zeit achten.
- Bei regelmäßiger Überschreitung der angegebenen Kontingente ist ein Laufzeittarif meist deutlich günstiger.
Wer sich nicht mit den Nachteilen der Prepaid- und Discount-Angebote anfreunden will, kann alternativ eine der Tagesflatrates wählen, bei denen man ohne Fixkosten für einen Basistarif eine pauschale Nutzungsgebühr entrichtet und immer für einen Tag mobil online gehen kann.
Regelmäßige private Nutzung des mobilen Internets
Wer im Privatbereich mobil surfen möchte nutzt in der Regel die Multimedia-Features des Internets intensiver als ein geschäftlicher Anwender. Gelegentliche MP3-Downloads gehören ebenso dazu wie das Versenden von E-Mails, Aktivitäten in Foren, Chats, Blogs und anderen Web-Communities sowie die Kommunikation via Skype und andere Messengerdienste. Dies verursacht neben dem ‚normalen’ Surfen im Web ein verhältnismäßig hohes Transfervolumen, so dass man bei Buchung von Tarifen mit Inklusivvolumen immer auf das bereits verbrauchte Kontingent achten sollte, denn bei Überschreitung greift bei allen Anbietern die so genannte ‚Folgetaktung’ - und die kann schnell teuer werden.
Ansonsten gilt: Notebook Volumentarife mit 200 MB bis 300 MB Inklusivvolumen sind bei moderater und disziplinierter Nutzung für den mobilen Surfspaß ausreichend. Oft erhält man die neueste Hardware der Netzbetreiber zu einem stark vergünstigten Preis und kann den HSDPA Datenturbo nutzen, was die Wartezeiten beim Surfen deutlich reduziert. Größere YouTube-Sessions ebenso wie exzessives Online-Gaming und Filesharing sollte man sich in diesen Tarifen aber trotzdem eher verkneifen.
Wer lieber sorglos mobil surfen möchte, kann für einen moderaten Aufpreis alternativ auch zu einer mobilen Internet Flat greifen.
Mobil Online mit Business Notebook
Das mobile Internet war wegen hoher Tarif- und Hardwarekosten lange Zeit den geschäftlichen Nutzern vorbehalten. Heute spielt die Netzqualität neben den reinen Tarifkosten eine ebenso große Rolle wie Flexibilität und Zuverlässigkeit beim Zugang zu den angebotenen Diensten. Daher ist für geschäftliche Nutzer die Auswahl des richtigen Produkts oft mehr eine Anbieter-Wahl als eine reine Tarif-Auswahl. Sowohl T-Mobile als auch Vodafone haben ein sehr gut ausgebautes UMTS Netz (in vielen Gebieten bereits auf HSDPA aufgerüstet) und verfügen zudem über maßgeschneiderte Tarifvarianten.
Wer regelmäßig mit seinem Business Notebook nicht nur seine E-Mail-Korrespondenz erledigt sondern auch größere Datenmengen (z.B. Präsentationen, Bild- und Multimediamaterial) überträgt und oft Recherchen im Internet durchführt, für den eignen sich die UMTS-Fair-Flat-Angebote der Netzbetreiber. Zum monatlichen Fixpreis surft man in den besten Netzen und braucht sich um eine teure Folgetaktung keine Sorgen zu machen.
Wer lieber mit kleinerem Kontingent surft, der findet bei den größeren Netzbetreibern auch einen passenden Notebook Volumentarif, für komplett grenzenloses mobiles Surfen sind auch für geschäftliche Nutzer die mobilen Internet Flatrates eine Alternative. Auf alle Fälle empfiehlt es sich auf das Mobilfunk-Netz des Anbieters zu achten, da es hier Qualitätsunterschiede sowohl bei der UMTS Abdeckung als auch bei der erreichbaren Datenrate gibt..
Maximale Nutzung des Mobilen Internets mit UMTS Flatrate
Das Profil eines UMTS Flatrate Nutzers unterscheidet sich nicht sehr von dem eines DSL Flatrate Users. Der Hauptunterschied ist die Ortsbindung bei DSL bzw. die bessere Flexibilität eines UMTS Internetzugangs. Via UMTS kann man inzwischen dank HSDPA mit DSL Geschwindigkeit surfen, Film- und Musik-Dateien herunter laden, Filesharing betreiben, YouTube Videos anschauen und vieles mehr.
Wer nicht auf die höhere Surf-Geschwindigkeit der UMTS Fair-Flatrate angewiesen ist und gleichzeitig nichts von deren Drosselungsregeln hält, für den kommt eine echte UMTS Datenflatrate in Frage. Gleichzeitig handelt es sich bei diesen Tarifen, wohl gerade wegen der prinzipiell etwas geringeren Datenraten, um die günstigsten Flatrate-Angebote überhaupt. Dabei können die echten Flatrates besonders flexibel genutzt werden, da sie sowohl auf dem Notebook als auch auf dem Handy eingesetzt werden können.
UMTS Internet zu Hause nutzen
Jeder, der die UMTS Technologie vor allem in den eigenen vier Wänden für den Internetzugang nutzen möchte findet bei den großen Anbietern spezielle Tarif-Modelle für diese Zugangsvariante. Besonders interessant sind die Homezone-Angebote, die eine Nutzung im Umkreis der Wohnung zum Quasi-Festnetztarif zulassen.
Die Zuhause-UMTS-Tarife sind etwas günstiger als ihre mobilen Pendants und es gibt sowohl zeitbasierte wie auch volumenbasierte Abrechnungsmodelle.
Wer sich für diese Art von Internetzugang interessiert, für den stehen ebenfalls die Flatrate-Angebote für mobiles Surfen zur Auswahl, die sich preislich nicht allzu weit von den Home Tarifen entfernen und ein höheres Maß an Flexibilität erlauben.
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