Nokia verzeichnet eine Million Nutzer des Ovi Mail-Dienstes
18.08.2009
Den mobilen E-Mail Dienst „Ovi Mail“ von Nokia gibt es jetzt seit sechs Monaten, er befindet sich noch in der Beta-Phase. Inzwischen hat der Dienst über eine Million User weltweit, wie das finnische Unternehmen vor kurzem meldete. Besonders beliebt ist der Service für mobile Email offenbar bei Nutzern in Schwellenländern.
Ovi Mail wird heute in mehr als 180 Ländern und in 20 Sprachen angeboten. Die meisten Nutzer für den mobilen E-Mail-Service kommen laut Nokia aus Indien, Indonesien, Mexiko, Russland und Südafrika. Ovi Mail kann offenbar vor allem in Ländern punkten, in denen viele User keinen regelmäßigen PC- und Internet-Zugang haben.
Direkter Zugriff auf E-Mail-Konten
Ovi Mail kann ohne Zusatz-Software direkt auf dem Handy installiert werden. Die Anwendung verfügt laut Nokia über mehrere Spam-Filter zum Blockieren von unerwünschten Nachrichten. Ovi Mail bietet die Möglichkeit, E-Mail-Adressen direkt auf dem Handy einzurichten. Zudem können die Konten dort auch ohne Umweg über einen Rechner verwaltet werden. Bislang wurden über 650.000 Konten direkt über das Mobiltelefon aktiviert, berichtet der finnische Telekommunikationskonzern.
Der E-Mail-Service kann mit verschiedenen Nokia-Modellen wie dem 2330 classic oder dem 5310 XpressMusic sofort genutzt werden, eine zusätzliche Installation von Software ist nicht nötig. Nutzer von Ovi Mail erhalten eine E-Mail-Adresse nach dem Muster you @ovi.com mit einem Gigabyte Speicherplatz für ihre Nachrichten. Dazu ist lediglich eine Registrierung bei Nokia Ovi Mail notwendig.
Ovi: Dienste-Sammlung à la App Store
„Ovi“ ist finnisch und bedeutet „Tür“, die Plattform soll für die Nokia-Kunden quasi ein Tor zur digitalen Welt sein. Ähnlich wie Apple beim App Store hat Nokia auf dem Ovi-Portal unterschiedlichste Dienste versammelt und bietet sie den Nutzern zum Download an. Zudem können Kunden Dateien auf dem Portal abspeichern. Die Plattform gliedert sich in die Bereiche Store, Share, Dateien, Kontakte/ Kalender, Karten, Kontakte und E-Mail.
Der deutsche Vertriebspartner von Nokia, T-Mobile war zunächst wenig begeistert von der Dienste-Plattform. T-Mobile wollte diesen Bereich des Mobilfunkmarktes für sich reservieren. Für einen kürzeren Zeitraum gab es dann auch keine Nokia-Handys mehr bei T-Mobile zu kaufen, die einen integrierten Ovi-Zugang hatten. Inzwischen haben sich die Wogen aber wieder geglättet.
Autor: FN
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