Nokia startet Online-Musikdienst in Deutschland
28.04.2009
Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia startet den Musikdienst „Comes with Music“ zum 4. Mai auch in Deutschland. Der Online-Musikladen biete mehr als fünf Millionen Titel aus diversen Musikrichtungen, sagte Liz Schimel, Leiterin des Bereichs Musik bei Nokia bei er Vorstellung des neuen Angebots.
Die Musik-Flatrate soll laut Anbieter keine monatlichen Gebühren kosten. Der Nutzer muss den Anschaffungspreis für ein entsprechendes Mobiltelefon von Nokia zahlen, im Anschluss kann er dann ein Jahr lang unbegrenzt Musiktitel aus der Online-Bibliothek herunterladen. Nach Ablauf der zwölf Monate darf er die Songs behalten.
"Comes with Music" ab dem 4. Mai
Nokia tritt mit diesem Angebot den Musikplattformen Musicload der Deutschen Telekom und dem iTunes Store von Apple entgegen. Zunächst wird die Musik-Flatrate mit den Handy-Modellen Nokia 5800 und 5630 Xpress Music, N95 8GB und N79 erhältlich sein. Dabei soll der Musik-Download sowohl per Handy als auch über den PC funktionieren. Zu den Preisen für die einzelnen Geräte macht Nokia derzeit noch keine Angaben.
Der neue Musikdienst wird in Deutschland zunächst über den Provider mobilcom-debitel (früher freenet) abgewickelt. Zehn Euro monatlich soll eine Musik-Flatrate dort kosten, zusätzlich zum herkömmlichen Mobilfunkvertrag. Ein solcher Pauschaltarif ist potentiellen Nutzern des Musikdienstes dringend zu empfehlen, um hohe Mehrkosten für die Übertragung der Datenpakete zu vermeiden. Man sei auch in Gesprächen mit anderen Netzbetreibern, erklärte Heikki Tarvainen, General Manager von Nokia Deutschland.
Praxis-Test der Nokia Musik-Flatrate in England
Im Oktober des vergangenen Jahres war der Nokia-Musikladen „Comes with Music“ in Großbritannien gestartet. Die Installation des neuen Dienstes verlief schnell und unkompliziert, wie ein Praxistest des Online-Portals Xonio.com ergab. Auch bei der Registrierung im Online Music Store sowie beim anschließenden Download einzelner Songs gab es keine Probleme. Allerdings waren die Titel im englischen Online-Laden im vergangenen Jahr noch kopiergeschützt.
Die Tester mussten einen Euro pro Lied bezahlen, wenn sie einen Song brennen wollten. Die Musik-Flatrate ist außerdem auf einen PC und ein Handy begrenzt, das heißt, sie darf nicht mit weiteren Rechnern benutzt werden. Die Xonio-Tester gaben dem Musikdienst von Nokia dennoch ein positives Endergebnis. Der Kunde sollte aber darauf achten, dass der Preis für das entsprechende Musik-Handy nicht überteuert ist.
Autor: FN
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