UMTS- und LTE-Netze in Deutschland im Vergleich
Netz-Check: Die Netzabdeckung und Verfügbarkeit der Netzbetreiber im Detail
Allgemeine Informationen zur Netzabdeckung in Deutschland
Unterschiedliche Netztechnologien: Alles über GSM, EDGE, UMTS und HSDPA
Deutsche Telekom: Das beste Netz
Telefónica O2: Befriedigend bis ausreichend
E-Plus: Der Vierte geht auf Aufholjagd
Die UMTS-Netze im Vergleich
Die UMTS-Netze sind in Deutschland vor allen Dingen in den städtischen und großstädtischen Gebieten ausgebaut, so zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur: Die deutschen Mobilfunk-Betreiber erreichen demzufolge zwischen 65 und 82 Prozent der Bevölkerung mit ihren UMTS-Netzen (Stand 2010). Bezogen auf die Fläche sind dies zwischen 20 und 49 Prozent der Fläche, die von einem UMTS-Netz abgedeckt werden. Mit anderen Worten: Beim schwächsten Anbieter kann man in einem Fünftel Deutschlands UMTS erwarten, beim besten in der Hälfte.
Ende 2010 gab es rund 21,2 Millionen UMTS-Nutzer, rund 4,3 Millionen Sim-Karten wurden ausschließlich für die Datenübertragung verwendet – also in Surfsticks, Datenkarten oder anderen Modems, um für einen schnellen Internetzugang zu sorgen.
Die einzelnen Betreiber haben UMTS nicht nur unterschiedlich stark ausgebaut sondern auch unterschiedlich aufgerüstet mit den zusätzlichen Technologien zur Beschleunigung der Datenübertragung wie HSDPA, HSUPA oder HSPA+. Dazu kommt als weiteres Kriterium der Netzqualität der Ausbau von GSM mit EDGE. Ein Überblick zeigt, auf welche technologischen Erweiterungen die Betreiber setzen und wer bei den Datenübertragungsraten die Nase vorne hat.
EDGE, UMTS und HSPA: Geschwindigkeit in Theorie und Praxis
EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) ist eine Technik zur Erhöhung der Datenübertragungsrate von digitalen Mobilfunknetzen mit dem Global System for Mobile Communication (GSM) als Standard. Mit dieser Erweiterung der GSM-Netze kann die durchschnittliche Datenübertragung von 40 Kilobit pro Sekunde auf bis zu 200 Kilobit pro Sekunde angehoben werden. EDGE gilt allgemein als Zwischenschritt zur UMTS-Technologie und in bevölkerungsschwachen Gebieten dient es als Ersatz: Es ermöglicht mobile Datenübertragung auch ohne UMTS.
Eine einfache UMTS-Verbindung bietet theoretische Datenraten von maximal 384 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) – sowohl beim Senden als auch beim Empfangen von Daten. Mit der Technologie High Speed Packet Access (HSPA) kann die Geschwindigkeit noch einmal ausgebaut werden: Maximal sind damit 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download – beim Empfang größerer Datenpakete – und 5,76 Megabit pro Sekunde im Upload – dem Senden von Daten beispielsweise von Emails – möglich. Die Weiterentwicklung von HSPA ist die Technologie HSPA+, mit der durch einen verbesserten Übertragungsweg pro Funkkanal und dem gleichzeitigen Senden von Daten über zwei Funkkanäle mehr Daten per Funk gesendet werden. In Deutschland liegt die höchste mit HSPA+ derzeit angebotene Tempostufe bei 42,2 Mbit/s.
Doch Achtung: Diese Geschwindigkeiten sind theoretische Höchstgeschwindigkeiten, die zwar von den Marketingstrategen gerne genutzt werden – aber in der Praxis werden sie so gut wie nie erreicht. Denn wie schnell man im mobilen Internet unterwegs ist, hängt beispielsweise auch davon ab, wie viele andere Kunden gerade die gleiche Funkzelle zum mobilen Surfen nutzen. So sind die genannten Zahlen als theoretische Höchstwerte zu verstehen. In der Praxis wird man immer ein deutlich niedrigeres Tempo bekommen.
Deutsche Telekom: Das beste Netz

Das derzeit am besten ausgebaute Datenfunknetz hat die Deutsche Telekom, sie hat ihr UMTS-Netz nahezu flächendeckend mit dem Datenbeschleuniger HSPA+ mit 42,2 Mbit/s ausgebaut. Gleichzeitig wurden die UMTS-Standorte per Glasfaserkabel an das Kernnetz der der Telekom angebunden, so dass ein schneller Weitertransport der Daten gesichert ist.
Die Telekom bietet außerdem in allen Gebieten ohne UMTS-Vernetzung die GPRS-Erweiterung EDGE an und ermöglicht damit flächendeckend eine Übertragungsrate von bis zu 260 Kilobit pro Sekunde im Download.
In allen drei Netztests des Jahres 2011 landete die Telekom damit auf dem ersten Platz: Sowohl bei Stiftung Warentest als auch bei beim Internetportal Chip-Online und zum Jahresabschluss auch beim Netztest 2011 der Zeitschrift „connect“. Dabei vergrößerte die Telekom mit jedem Mal ihren Vorsprung.
Bei Chip-Online wurde das Netz auf Smartphone-Tauglichkeit in den Kategorien Telefonieren und Surfen getestet, hier gab es die Note 2,3 und den ersten Platz. In den Innenstädten kann man bei der Telekom im Schnitt mit 3,1 Mbit/s rechnen, wenn man mit dem Smartphone beispielsweise eine App herunterlädt, in Stadt und Umland und auf dem Lande kommt man auf 2,2 Mbit/s. Sendet man Fotos vom Smartphone an Facebook oder Flickr gibt es in den Innenstädten ein Durchschnittstempo von 1,6 Mbit/s, in Stadt und Umland und dem auf dem Lande noch 1,4 Mbit/s.
Noch beeindruckender sind die Werte, die ein paar Monate später die Zeitschrift „connect“ fürs Laptopsurfen maß: Bei einem Drittel der Datei-Downloads in der Stadt kam man auf Geschwindigkeiten von über 16 Mbit/s, das ist mehr als durchschnittliche DSL-Verbindungen per Kabel schaffen. Selbst entlang der Autobahnen, eher ein Schwachpunkt schafft man im Schnitt ein Tempo von über 5,2 Mbit/s. Beim Connect-Test wurden Smartphone-Telefonieren, Smartphone-Surfen sowie das Surfen mit Laptops bewertet, in allen Kategorien lag die Telekom vorne und bekam so im „connect“-Netztest 2011 die Note „sehr gut“.
Vodafone hat ein gutes Netz

Vodafone konzentriert sich derzeit auf den Aufbau seines LTE-Netzes, dieses soll als vollwertige Alternative zu DSL vermarktet werden. Gleichzeitig wird das UMTS-Netz aufgerüstet: Anrund 50 Prozent der Vodafone-Standorte werden theoretische Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde angeboten. An mehr als 90 Prozent aller UMTS-Standorte sind theoretische Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde im Download möglich, so teilt das Unternehmen in einer Presseerklärung mit.
In der Hälfte des UMTS-Netzes von Vodafone kann also die Datenfunktechnik HSDPA+ mit einem entsprechenden Surfstick genutzt werden. In 90 Prozent des Netzes steht HSDPA zur Verfügung. Dazu kommt nahezu flächendeckend die EDGE-Technologie in UMTS-freien Gebieten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 220 kBit/s.
Bei „Chip Online“ gab es dafür im Smartphone-Netztest die Note 2,8 – deutlich hinter der Telekom aber ebenso deutlich vor O2 und E-Plus. In den Innenstädten kann man bei Vodafone mit durchschnittlich 2 Mbit/s rechnen, wenn man mit dem Smartphone beispielsweise eine App herunterlädt, in Stadt und Umland kommt man auf 1,7 Mbit/s und noch weiter draußen auf durchschnittlich 1,6 Mbit/s. Sendet man Fotos vom Smartphone beispielsweise an Facebook gibt es in den Innenstädten ein Durchschnittstempo von 1,2 Mbit/s, genauso in Stadt und Umland zusammen gerechnet. Auf dem flachen Land gibt es im Schnitt noch 1 Mbit/s.
Zum gleichen Endergebnis wie „Chip Online“ kommt auch „connect“ beim Netztest 2011, hier gab es die Gesamtnote „gut“ für Smartphone-und Laptopnutzung im UMTS-Netz von Vodafone – wiederum deutlich hinter der Telekom aber genauso deutlich vor O2 und E-Plus. Beim Herunterladen von Dateien in Städten schafft das Vodafone-Netz bei jedem dritten Laptop-Download mehr als 5,3 Mbit/s, entlang der Autobahnen kann man im Schnitt 2,3 Mbit/s erreichen.
Telefónica O2: Befriedigend bis ausreichend

Bis Ende des Jahres 2011 will Telefónica O2 mit der Datenfunktechnik HSPA in UMTS-Netzen statt wie bisher 65 Prozent 70 Prozent der Bevölkerung erreichen. Wo es kein UMTS gibt, wird flächendeckend GSM mit EDGE eingesetzt. Mit UMTS und EDGE in den GSM-Netzen erreicht man derzeit 99 Prozent der Bevölkerung. Beim schnellsten UMTS-Datentarif wird Ende 2011 eine Geschwindigkeit von bis zu 14,4 Mbit/s angeboten.
Beim Smartphone-Test von „Chip Online“ gab es mit der Note 3,1 den dritten Platz. Wer mit Telefónica O2 in der Innenstadt mit einem Smartphone eine App herunterlädt, kann demzufolge mit einem Durchschnittstempo von 1,8 Mbit/s rechnen, in Stadt und Umland reicht es für durchschnittlich 1,6 Mbit/s, auf dem Lande nur noch für runde 1,5 Mbit/s. Wer dann ein Foto an Facebook schickt bekommt in der Innenstadt und im Umland im Schnitt 0,9 Mbit/s, weiter draußen sinkt die Rate auf gute 0,8 Mbit/s.
Beim Laptop-Test von „connect“ erreichte das beste Drittel beim Herunterladen von Daten Werte über 2,9 Mbit/s in der Stadt, entlang der Autobahn kann man im Schnitt mit 1,3 Mbit/s rechnen. In allen Kategorien zusammen – also Smartphone plus Laptop – gab es hier die Note ausreichend.
E-Plus: Der Vierte geht auf Aufholjagd

E-Plus will irgendwann das beste Netz aus Kundensicht bieten, einstweilen ist man dabei, den Rückstand zum Drittplatzierten wettzumachen. 2011 jedenfalls beschleunigte E-Plus den Netzausbau und holte deutlich auf. „Inzwischen bieten rund 80 Prozent des Datennetzes von E-Plus Geschwindigkeiten von 3,6 Megabit pro Sekunde bis 7,2 Megabit pro Sekunde. In vielen Regionen ist das Netz bereits mit HSPA+ für Geschwindigkeiten bis 21,6 Megabit pro Sekunde ausgerüstet“ so erklärt Dirk Poppen, Leiter von Strategie und Technologie bei der E-Plus-Gruppe. „Im Mittelpunkt der Aufrüstung und des Ausbaus des Datennetzes wird dieses und nächstes Jahr ganz klar der Standard HSPA+ stehen.“ Ausgehend von den Ballungszentren wolle man HSPA+ nun auch zunehmend in der Fläche anbieten.
Als maximale Übertragungsgeschwindigkeiten wird bei den hauseigenen Base-Tarifen fürs Laptopsurfen Ende 2011 ein Tempo von bis zu 7,2 Mbit/s angeboten.
Beim Smartphone-Test von Chip Online gab es in dieser Kategorie die Note 3,8 und einen vierten Platz. Wer eine App in den Innenstädten runterlädt dem wird ein Durchschnittstempo von 1,1 Mbit/s geboten, im gesamten städtischen Bereich sinkt das dann auf 0,9 Mbit/s und draußen auf dem Lande auf knappe 0,8 Mbit/s. Wer ein Foto von sich verschickt, der kann überall rund 0,6 Mbit/s erwarten.
Beim Test von „connect“, der einige Monate später stattfand, konnte E-Plus schon deutlich an Rückstand aufholen und lag in der Gesamtwertung von Smartphone- und Laptop-Nutzung nur noch knapp hinter O2 auf dem vierten Rang. Auch hier gab es ein „ausreichend“. Wer eine gute E-Plus-Verbindung hat, schafft in den Städten ein Download-Tempo von über 1,3 Mbit/s, entlang der Autobahnen kann man im Schnitt 0,8 Mbit/s erwarten.
Autor: ET
Anzeige
Datentarif-Anbieter im Vergleich
InternetSURFEN wird immer günstiger Anbieter für mobiles Internet im Vergleich
Wer als Handy- oder Notebook-Nutzer nach einem passenden Datentarif sucht, kann heute aus einer Vielzahl von Angeboten wählen. Hier können Sie sich detailliert über alle Datentarif-Anbieter informieren. Die Redaktion nimmt alle Anbieter genau unter die Lupe.
Attraktive UMTS-Tarife für Handy- und Laptop-Surfer
Aktuelle Top-Datentarife Die besten Tarife für mobiles Internet
Jeden Monat macht das Redaktionsteam von umtsdatentarife.de auf die attraktivsten Datentarife für mobiles Surfen aufmerksam. Vorgestellt werden sowohl die interessantesten Tarife für Handy-Surfer als auch die besten Tarife für Notebook-User.
UMTS-Netze unterscheiden sich erheblich
vier Netzanbieter in Deutschland Test: UMTS-Netze und -Netzabdeckung
Während sich die Anbieter-Netze der Mobilfunker hinsichtlich der Sprachtelefonie nicht mehr wesentlich unterscheiden, gestaltet sich die Situation im Datenfunk anders: Hier sind die Differenzen bezüglich der Netzabdeckung und der Netzqualität enorm.
Surfvergnügen mit dem Handy
Alle Informationen zum Handy-Internet Alle Handy-Internet-Tarife in der Übersicht
Wer mit seinem Handy nicht nur telefonieren, sondern auch mobil ins Internet gehen möchte, benötigt dafür einen Datentarif. Hier erfahren Sie welche Datentarife für Handy- und Smartphone-User angeboten werden und worauf man bei der Auswahl achten sollte.
Handy-Internet ohne Vertrag
Prepaid-Datentarife Handy-Internet-Tarife auf Prepaid-Basis
Prepaid-Tarife gibt es nicht nur für die mobile Telefonie. Auch für mobiles Internet-Surfen werden mittlerweile verschiedene Datentarif-Arten auf Prepaid-Basis angeboten. Wer sich für das Prepaid-Modell entscheidet ist an keine Vertragslaufzeiten gebunden.
Mobiles Surfen mit dem Notebook oder Netbook
Datentarife für Notebook-User Tarife für mobiles Internet mit Notebook
Viele Menschen wollen nicht nur im Büro oder zu Hause auf das Internet zugreifen, sondern auch von unterwegs ins Internet gehen. Dafür benötigt man einen Datentarif. Neben Volumentarifen werden auch Tages-, Wochen- und Monatsflatrates angeboten.
Laptop-Surfen ohne Vertragsbindung
Datentarife auf Prepaid-Basis Prepaid-Tarife für mobiles Internet-Surfen
Wer nur sporadisch ab und an einen mobilen Internetzugang benötigt, für den ist ein Prepaid-Datentarif, den man im Voraus bezahlt, häufig die bessere Variante. Hier erfahren Sie welche Anbieter Tarife ohne Vertragslaufzeit im Programm haben.
So einfach funktionieren Surf Sticks
Hardware-Informationen Ratgeber: Mobiles Internet mit Surf Stick
Die meisten Notebooks sind nicht mit einem internen UMTS-Modul ausgestattet. Deshalb wird ein externes Modem benötigt, das eine Verbindung zum Funknetz herstellen kann. Der Surf Stick gehört aufgrund seiner Einfachheit zu den beliebtesten Modems weltweit.
Internet Stick ohne Vertragslaufzeit
UMTS-Stick auf Prepaid-Basis Prepaid-Stick: Surf Stick ohne Vertrag
Mittlerweile existieren etliche Anbieter, bei denen man einen Surf Stick auch ohne Vertrag kaufen kann. Als Prepaid-Variante ist der Internet-Stick-Preis jedoch wesentlich höher. Dafür muss man sich nicht vertraglich an einen Anbieter binden.
UMTS Router: Tipps für den Kauf
Mobile Breitband-Router UMTS-Router: Hotspots für die Hosentasche
Immer dann wenn mehrere Personen gleichzeitig über Mobilfunk auf das Internet zugreifen wollen, bietet sich die Nutzung eines Breitband-Routers an. UMTS-Router neueren Datums sind wesentlich kleiner als ihre Vorgänger aus grauen Urzeiten des UMTS-Zeitalters.
Internet im Urlaub nutzen
Sparen beim Surfen im Urlaub Tipps: Mobiles Internet im Ausland
Die Zahl der Meschen, die auch im Urlaub nicht auf das Internet verzichten wollen steigt und steigt. An dieser Stelle erfahren Sie wie man UMTS, HSDPA und WLAN auch im Ausland nutzen kann. Ebenso macht die Redaktion auf Kostenfallen aufmerksam.
Internet-Nutzung im Flugzeug
Surfen über den Wolken Internet im Flugzeug nutzen
Wer in den vergangenen Jahren im Flugzeug ins Internet gehen wollte, musste oftmals feststellen, dass die Internet-Nutzung nicht erlaubt war. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Fluggäste dürfen an Bord von Flugzeugen im Netz surfen.
Mobil Arbeiten im Zug
Internet im ZUg Mobiles Internet im Zug: Wlan oder UMTS?
Es sind nicht nur Business-Manager, die in der heutigen Zeit die Fahrtzeit in Zügen effektiv nutzen wollen. Auch andere Berufsgruppen sitzen mit aufgeklappten Notebooks im Zug und surfen im World Wide Web.
Anzeige





