BITKOM: Markt für Musik-Downloads wächst sprunghaft
09.10.2008
Immer mehr Bundesbürger laden sich Musik aus dem Internet herunter. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) erwartet für das Jahr 2008 Umsatzzuwächse bei den Musik-Downloads um etwa 30 Prozent. Letztes Jahr wurden 60 Millionen Euro mit den Musikdateien umgesetzt, dieses Jahr könnten es bis zu 78 Millionen Euro werden.
Diese Zahlen gehen aus einer aktuellen Erhebung des Marktforschungsinstitutes GfK hervor, die der Hightech-Verband BITKOM in Auftrag gegeben hatte. Bereits im ersten Halbjahr 2008 haben sich die Deutschen Songs für 39 Millionen Euro auf ihre Rechner heruntergeladen, Mitte 2007 lag dieser Wert noch bei 27 Millionen Euro.
Musik-Downloads nicht mehr Domäne der Jugendlichen
„Der Download-Markt wächst sprunghaft“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer die Ergebnisse der aktuellen Studie. Auch bei den Stückzahlen rechne man mit einem Plus. Während 2007 34,4 Millionen Einzelsongs und Alben heruntergeladen wurden, könnten es in diesem Jahr etwa 38 Millionen Titel werden. Das wären rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Wie die Marktforscher weiter ermittelten, kostet der Download eines Einzelsongs derzeit im Durchschnitt 1,84 Euro.
Neben dem Herunterladen der Musikdateien am heimischen PC spielen mobile Downloads noch keine gewichtige Rolle. Für die Zukunft erhoffen sich jedoch sowohl die Musik- als auch die Mobilfunkanbieter eine starke Nutzung neuer Handy-Download-Dienste. Entsprechende Handy-Musik-Flatrates sind schon auf dem Markt.
Früher waren es mehrheitlich junge PC-Nutzer, die sich Lieder aus dem Internet holten. Das hat sich geändert, wie die aktuellen Zahlen der BITKOM-Studie zeigen: 55 Prozent der Kunden im ersten Halbjahr 2008 waren älter als 29 Jahre. Wenig verändert hat sich indes das geschlechterspezifische Nutzungsverhalten: Nach wie vor nutzen Männer den digitalen Musikmarkt stärker als Frauen. Sie laden 61 Prozent der Musikstücke herunter, umgerechnet sind das sechs von zehn Dateien.
Autor: FN
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