Internet im Zug: So können Sie mobil surfen
Ratgeber: Mobiles Surfen im Zug über UMTS und WLAN
Wer viel unterwegs ist, möchte oft auch auf Reisen nicht auf das Internet verzichten. Wer zudem geschäftlich lange Strecken zurücklegen muss, kann die Zeit gut nutzen, vor allem wenn man mit der Bahn reist. Um mit dem Notebook auch im Zug online bleiben zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zum einen kann man per Surf Stick eine Internetverbindung per UMTS aufbauen, die wie überall sonst drahtlosen Zugang zum Netz bietet. Außerdem ist es auf manchen Strecken der Deutschen Bahn mittlerweile möglich, auch per WLAN (Wireless Local Area Network) zu surfen.
Auf einigen Strecken gibt es bereits WLAN
Auf einigen der wichtigsten ICE-Strecken bietet die Deutsche Bahn mobile Hotspots im Zug an. In Zusammenarbeit mit der Telekom gibt es bereits 69 Züge, die den WLAN-Service anbieten. So können Reisende auf den Strecken zwischen Dortmund, Düsseldorf und Köln sowie zwischen Köln und Frankfurt am Main, zwischen Frankfurt am Main, Stuttgart und München und außerdem zwischen Frankfurt am Main, Hannover und Hamburg drahtlose Netzwerke nutzen.
Die entsprechenden Züge sind mit einem Logo der Deutschen Telekom gekennzeichnet, so dass man beim Einsteigen über die Möglichkeit, zu surfen informiert wird. Am weiteren Ausbau der Strecken, die mit mobilem Internet versorgt werden, wird gearbeitet und man kann davon ausgehen, dass zu den genannten Strecken zumindest noch einige weitere Stammstrecken stoßen werden.
Telekomkunden können Flatrate nutzen
Die Kosten für die Nutzung eines drahtlosen Netzwerks im ICE-Zug variieren. Ist man Kunde der Deutschen Telekom und ein fleißiger Bahnfahrer, lohnt sich die Hotspot-Flatrate für 9,95 Euro pro Monat. Diese wird auf die normale Telefon- oder Internetrechnung aufgeschlagen und bietet Surfen ohne Zeit- und Volumenbegrenzung an 8000 deutschen Hotspots, jene im ICE inbegriffen. Wer nur gelegentlich im Zug sitzt und surft, kann auch andere Angebote wählen.
Da gibt es für Telekomkunden den Hotspot-Pass, der entweder für 60 Minuten buchbar ist oder für 30 Tage. Für 60 Minuten kostet der Hotspot-Pass acht Euro, erwirbt man die 30-Tage-Version, schlägt er mit 29 Euro zu Buche. Ist man kein Kunde der Deutschen Telekom, wählt man sich direkt im Hotspot-Portal der Deutschen Bahn ein. Dort kann man per Kreditkartenzahlung einen in Umfang und Preis dem Hotspot-Pass der Telekom gleichen Tarif wählen.
Internet im Zug: Einiges gilt es zu beachten
Ist einem das zu teuer, kann man aber auch wie sonst fast überall über UMTS eine Internetverbindung aufbauen. Die Surf-Geschwindigkeit der Verbindung schwankt dabei je nach Funkzelle, in der man sich befindet. Der Ausbau der mobilen Funknetze ist natürlich in Städten, beziehungsweise in Stadtnähe deutlich besser als bei der Überlandfahrt. Beachten sollte man auch, dass man bei der Platzwahl oder –reservierung keinen Ruhebereich auswählt, da dort oft Handyrepeater fehlen. Diese verstärken Mobilfunksignale, damit sowohl für Sprachtelefonie als auch für mobiles Internet die bestmögliche Qualität gewährleistet bleibt.
Auch wer Wlan-Hotspots nutzt, wird unter Umständen feststellen, dass die Datenrate nicht gewohnte Höhen erreicht. Die drahtlosen Netzwerke in den Zügen der Deutschen Bahn sind nämlich etwas langsamer als die stationären Pendants. Egal, wie man die Internetverbindung aufbaut, auf dem beengten Raum eines Zugabteils kann es auch von Vorteil sein, eine Datenkarte statt eines Internet Sticks zu nutzen, um zu surfen. Wer am Gang sitzt, ist mit einem USB Surf Stick durchaus in der Gefahr, dass die Internetverbindung abreißt, ganz ohne dass das Netz in die Knie geht. Ein vorübergehender Reisender, der den Internet Stick aus der USB-Buchse reißt, genügt in diesem Fall völlig.
Autor: JM
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