Mobile Sicherheit: Nur 14 Prozent haben einen Virenschutz
23.08.2010
36 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer halten das mobile Internet für gefährlicher als den Online-Zugang vom heimischen PC aus. Doch nur 14 Prozent haben einen Handy-Virenschutz.
Das zeigte eine Studie, die der russische Hersteller von Sicherheits-Software, Kaspersky beim Marktforschungsinstitut Iris Research Worldwide in Auftrag gegeben hat.
Mobiles Internet wird zum Alltag
38 Prozent der Befragten gehen demzufolge einmal täglich mit ihrem Smartphone ins Internet. Wenn man die Altersgruppe der Zwölf- bis Neunzehnjährigen betrachtet, sind es gar 58 Prozent. Dies zeigt, dass eine Generation von Smartphone-Nutzern heranwächst, für die das mobile Surfen zum Alltag gehört.
Hoch im Kurs stehen soziale Netzwerke, 28 Prozent besuchen diese Seiten regelmäßig. Auch E-Mail-Dienste werden oft in Anspruch genommen vor allem bei den Älteren. Für die Nutzer zwischen 12 und 29 Jahren sind die sozialen Netzwerke, Spiele und andere Multimedia-Inhalte die Hauptattraktion. Ebenso beliebt sind Dienste wie Online-Banking oder Bezahldienste wie Paypal.
Sicherheitsbewusstsein muss sich noch entwickeln
Beim Umgang mit derart sensiblen Daten wie Kontoverbindungen und Passwörtern stellt sich die Frage der Sicherheit. Hier zeigt die Studie, dass zwar bei über einem Drittel der Nutzer Zweifel an der Sicherheit im mobilen Internet vorhanden sind, dagegen aber nur wenige Maßnahmen ergreifen: Lediglich 14 Prozent benutzen einen Virenschutz für ihr Handy. Allerdings sichern immerhin 75 Prozent der Befragten ihr Smartphone mit einem Passwort.
Die Gefahr beim Umgang mit persönlichen Daten bleibt bestehen, zumal zehn Prozent der Smartphone-Nutzer Daten wie Passwörter auf dem Handy abspeichern. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit, mobile Endgeräte gegen unbefugten Zugriff abzusichern, setzt sich nur langsam durch. Zwar können sich 20 bis 25 Prozent vorstellen, demnächst Sicherheits-Software für ihr Smartphone zu erwerben, doch die Bereitschaft dazu hinkt der Begeisterung für die uneingeschränkte Nutzung des mobilen Internets stark hinterher.
Für die Umfrage wurden 500 Besitzer eines Smartphones um ihre Meinung gebeten. Neben dem Nutzungsverhalten ging es in der Umfrage auch um das Sicherheitsbewusstsein von mobilen Surfern.
Schutzprogramm für das Handy
Die Entwickler von Kaspersky Lab haben neben Virenschutzprogrammen für PC auch ein Sicherheitsprogramm für Handys herausgebracht, Kaspersky Mobile Security. Diese Software soll vor Viren, aber auch vor Diebstahl und Verlust von Smartphones schützen. Es unterstützt sowohl Nokias Betriebssystem Symbian in den Versionen 9.x als auch Windows Mobile 5.0, 6.0 und 6.1.
Kaspersky Lab wurde 1997 von Jewgenij Kaspersky und Natalja Kasperskaja gegründet und befindet sich immer noch in Privatbesitz. Der Hauptsitz der Firma, die weltweit 1700 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in Moskau. Auch eine deutsche Niederlassung des Unternehmens existiert in Ingolstadt, wo mehr als 140 Beschäftigte arbeiten. Kaspersky Lab entwickelt für seine über 300 Millionen Kunden Lösungen für IT-Sicherheit zum Schutz vor Viren, Hackern und Spam.
Autor: JM
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