Billige Datentarife: Worauf man bei Prepaid achten muss
Ratgeber: Mobiles Internet-Surfen auf Prepaid-Basis
Wer kennt die Tarife nennt die Namen: Der Markt wird derzeit geradezu von Sonderangeboten für billiges mobiles Surfen überschwemmt. Vom Kafferöster (Tchibo) über den Lebensmittelladen (Aldi) bis zum Boulevardblatt (Bild) wollen viele dem Kundenvolk etwas Gutes tun und es mit einem preiswerten Zugang zum Internet für unterwegs beglücken. Stark im Kommen sind dabei die im Voraus bezahlten Dienste, die sogenannten Prepaid-Datentarife, also mobiles Internet auf Prepaid-Basis.
Damit der Kunde im Gewimmel der angepriesenen Vorauszahl-Sonderangebote den Überblick behält, sollte er sich im Vorhinein schon mal überlegen, was er wann und wo braucht. Das hilft bei der Auswahl.
Mobiles Internet auf Prepaid-Basis: Der Kunde zahlt nur, was er nutzt
Einen Vorteil hat mobiles Internet als Prepaid-Modell immer: Es wird nur für die Nutzung gezahlt, wenn man unterwegs nicht surft zahlt man auch nichts. Im Unterschied zu Festverträgen gibt man also kein Geld aus für Dienste, die man nicht oder kaum nutzt. Prepaid-Tarife sind also prinzipiell für Menschen empfehlenswert, deren mobile Online-Aktivitäten sich in überschaubaren Grenzen halten – für diese rechnet sich ein fester Notebook-Tarif mit monatlicher Zahlung oft nicht.

Ansonsten hat der Kunde die Auswahl: Er kann einen Zeittarif nehmen, dort kann er wählen zwischen Stunden- Tages-, Wochen- oder Monatstarifen. Oder er kann ein bestimmtes Datenvolumen fest buchen. Wie immer er sich entscheidet, er sollte zumindest in Erfahrung bringen, in welchem UMTS-Netz er dann unterwegs ist und wie dieses an seinem bevorzugten Nutzungsort ausgebaut ist.
Die USB-Surf-Sticks
Die nächste Frage ist: Will man sich einen eigenen USB-Surf-Stick zulegen oder die Stick-Angebote der Billig-Tarife nutzen. Vorauszahler haben auch hier eine breite Auswahl, aber man muss schon darauf achten, welche Geschwindigkeit dann zu welchem Preis in welchem Netz mit dem frisch erworbenen Internet Stick möglich ist.
Im E-Plus Netz, dem am bescheidensten ausgebauten Netz in Deutschland, ist man (Stand 1.Quartal 2010) mit 440 Kilobit pro Sekunde unterwegs mit dem Aldi Talk Web-Stick, dem Base USB Stick und dem Blau Surf-Stick. Vodafone bietet mit seinem Vorauszahltarif Vodafone WebSessions immerhin schon 3,6 Megabit pro Sekunde, mit der gleichen Geschwindigkeit surft man ebenfalls im Vodafone Netz mit dem N24 Internet Stick. Im o2-Netz kann man sich mit 3,6 Megabit pro Sekunde mit dem Fonic Surf-Stick, dem Tchibo Internet Stick und dem hauseigenen o2 Prepaid Surfstick vergnügen. Die satte Geschwindigkeit von 7,2 Megabit pro Sekunde erreicht man allerdings nur mit dem Bildmobil Speedstick im Vodafone-Netz oder mit dem T-Mobile Hausangebot, der T-Mobile Dayflat.
Einschränkungen beachten
Wer sich für einen dieser Datentarife entscheidet, sollte auch beachten, dass die Angebote einige – von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche – Einschränkungen enthalten können: Internet-Telefonie ist in der Regel verboten – schließlich wollen sich die Mobilfunkbetreiber nicht selbst mit Billigpreisen in ihrem Hauptgeschäftsfeld das Wasser abgraben. In einigen Fällen ist auch kein Instant Messaging (also kein Chatten) möglich. Ein Surf-Stick aus dem Sonderangebots-Paket kann außerdem mit einer Sperre ausgerüstet sein, so man ihn zunächst nicht mit der SIM-Karte eines anderen Mobilfunkbetreibers nutzen kann. Freie Surf-Sticks ohne Sperren gibt es – eigenen Angaben zufolge - z.B. bei Fonic und T-Mobile.
Autor: ET
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