Mit dem Notebook von unterwegs ins Internet gehen
Ratgeber: Mobiles Internet mit dem Notebook
Wer regelmäßig unterwegs ins weltweite Netz will, weil er arbeitet, sich informiert oder einfach seine sozialen Kontakte pflegt - der hat eine große Auswahl an Rechnern, Datenfunk-Zubehör und unterschiedlichen Wegen ins Internet.
Mit dem Laptop mobil ins Internet zu gehen, das lohnt sich zunächst einmal für alle, die unterwegs arbeiten müssen – vom Außendienstmitarbeiter, der für seinen nächsten Besuch Kundeninformationen abfragt bis zum Bauleiter, der vor Ort Zusatzinformationen für sein Projekt braucht und mit der heimischen Zentrale Kontakt halten muss. Die Emails, die bei der Firma eingehen, können ebenso zeitnah übermittelt werden, wie neue firmeninterne Informationen.
Mobiles Internet: Auch für viele Privatanwender erschwinglich
Wer sich unterwegs über bestimmte Themen ausführlicher informieren will – von der Entwicklung der Börsenkurse bis zur Abfahrtszeit der Züge – wird stets auf dem aktuellen Stand sein. Und schließlich kann man auch aus der Ferne seine sozialen Kontakte pflegen, private Mails verschicken oder sich bei seiner Internetgemeinde einloggen.

Das mobile Internet wird so Teil des Alltags – trotzdem scheuen sich manche, diese Vorteile zu nutzen. Wir sagen, wie es funktioniert und worauf Sie achten sollten – beim Gerätekauf und bei der Auswahl der Tarife.
So funktioniert mobiles Internet – und das braucht man dafür
Zuerst ein Überblick über die Funktion des mobilen Internet. Ob unterwegs oder zuhause, als erstes braucht man einen Rechner. Während der heimische PC über eine feste Leitung, die meistens am Schreibtisch endet, an das weltweite Informationsnetz angeschlossen wird, sendet der tragbare Rechner die Signale über den Luftweg: Hier braucht der Nutzer also zusätzlich zum Notebook ein Gerät, das solche Funksignale senden und empfangen kann. Technisch ausgedrückt braucht er ein Funkmodem; der heute bekannteste Typ eines Funkmodems ist der Surfstick.

Dieses Funkmodem setzt sich mit dem nächsten Sendemast in Verbindung, an diesen schickt es Nachrichten und empfängt sie von dort. Vom Sendemast geht es in das Kernnetz des Betreibers – meist schon per Festnetzleitung – und von dort ins Internet.
An diesem sehr einfachen Modell sieht man auch, was der Nutzer braucht: Erstens einen Rechner, der gut für die vorgesehenen mobilen Aufgaben geeignet ist, also ein Notebook oder ein Netbook. Zweitens ein Funkmodem, das die Verbindung zu einem Funknetz herstellt, das kann ein eingebautes Modem sein, ein Surfstick oder eine sogenannte Datenkarte.

Drittens den Zugang zu einem Mobilfunknetz, also den Datentarif eines Anbieters aus dem Mobilfunkbereich.
Die mobilen Rechner
Heute steht eine Fülle von Geräten für den Einsatz im mobilen Datenfunk zur Verfügung. Der Nutzer sollte sich vor der Anschaffung fragen, wie er den Rechner einsetzen will. Da ist der Nutzer A: Er will einen leichten Rechner, den er überall mitnehmen kann um zu surfen und ein paar Nachrichten auszutauschen. Nutzer B will vor allen Dingen Büroarbeiten erledigen, Emails schreiben und ab und zu mal am Abend ein Spielchen machen. Nutzer C will unterwegs Fotos bearbeiten oder Grafiken erstellen, und diese abspeichern. Er hat eine Vorliebe für graphisch aufwändige Spiele.
Wer nur einen Surfapparat braucht, der ist mit einem kleinen preiswerten Netbook gut bedient – Hauptsache der Akku hält auch bei langen Reisen durch. Wer unterwegs Büroarbeiten erledigen will und öfter ins Internet geht, der braucht einen Rechner mit durchschnittlichem Prozessor, durchschnittlicher Grafikkarte und durchschnittlich großem Speicher. Wer allerdings unterwegs große Grafiken oder Fotos bearbeitet sollte darauf achten, dass Grafikkarte, Prozessor und Speicherkapazität ausreichen. Das gleiche gilt auch für die Freunde von aufwändigen Computerspielen.
Worauf man noch achten sollte:
- Der Bildschirm: Ist er groß genug, auch im Hinblick auf die eigene Sehkraft? Reflektiert er zu stark? Ist auch unter starkem Sonnenlicht noch genügend erkennbar?
- Tastatur: Ist sie groß genug, auch im Hinblick auf die eigene Feinmotorik? Lässt sie sich gut bedienen?
- Die Akkus: Wie lange ist die Laufzeit der Akkus? Reicht Sie für die vorgesehenen Nutzungen aus?
- Im Zweifelsfall sollte man sich bei dem vor Ort ansässigen Fachhändler beraten lassen und die betreffenden Geräte nicht nur in Augenschein nehmen, sondern auch mal ausprobieren.
Das Funkmodem: Surfstick, Datenkarten und WLAN
Das bekannteste Funkmodem ist der Surfstick, den muss man oft nicht mal zum vollen Preis kaufen sondern bekommt ihn verbilligt, manchmal auch umsonst beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages. Daneben gibt es die Surfkarten, die man ebenfalls von außen über die entsprechenden Steckplätze an einen Laptop anschließt. Da sind die älteren Karten im Format PCMCIA, diese sind als Funkmodem 85,6 Millimeter lang, 54,0 Millimeter breit und fünf Millimeter dick. Die Karten neueren Typs haben das Format einer Express Karte und sind damit 75 Millimeter lang, 34 Millimeter breit und fünf Millimeter dick.
Als letzte und komfortabelste Möglichkeit gibt es schließlich noch das Modem, das bereits in den Laptop eingebaut ist – hier muss man kein Zusatzteil mit sich herumtragen sondern hat die Funkverbindung immer schon mit dem Gerät dabei.
Worauf man noch achten sollte:
- Die Datenfunktechniken: Nicht alle Internet Sticks unterstützen alle Datenfunktechniken. Wer immer die schnellste vorhandene Verbindung nutzen will, der sollte darauf achten, dass das Modem EDGE, UMTS, und die HSPA-Techniken womöglich sogar noch HSPA+ beherrscht. Achten sollte man auch darauf, welche maximalen Geschwindigkeiten das Funkmodem anbietet – also wie schnell der Internet Stick maximal sendet oder empfängt.
- Die Funkfrequenzen: Wer viel im Ausland ist und dort auch ins mobile Internet geht, kann sich erkundigen, welche Funkfrequenzen in dem Land genutzt werden – auf diesen Frequenzen sollte dann auch das Modem senden und empfangen.
- WLAN: Die meisten Rechner haben diese Funktechnik, mit der man ein lokales Drahtlosnetzwerk nutzen kann mit an Bord. WLAN kann man nutzen an stark besuchten Orten wie Flughäfen – oder wenn man zu Besuch ist bei Freunden oder Kollegen, die über einen WLAN-Router ins Internet gehen.
- Bluetooth: Diese Funktion wird genutzt, um mit anderen Geräten wie einer drahtlosen Maus Kontakt aufzunehmen.
Die Mobilfunkbetreiber und die Datentarife
Hat der Nutzer all dies eingekauft, braucht er noch einen Datentarif. Hier stellt sich als erstes die Frage, in welchem Netz man surfen will. In Deutschland stehen insgesamt vier Netze zur Verfügung. Und ganz gleich wie der Tarif heißt oder von wem er verkauft wird - man wird immer in einem dieser vier Netze surfen: Telekom, Vodafone, O2 oder E-Plus.
Die Telekom erreichte beim Netztest 2010 von Chip-Online einen ersten Platz – dank der stabilsten Verbindungen, die über eine große Geschwindigkeit verfügen. Vodafone ist manchmal etwas schneller, aber weniger stabil. Wer viel und oft surft und dabei im Internet immer sehr schnell unterwegs sein will, der kann eines der beiden Netze auswählen. O2 hat ein gut ausgebautes Netz, für regelmäßiges mobiles Internet durchaus geeignet. Wer dagegen bei E-Plus online gehen will, wird am besten bedient sein, wenn er nur Emails abruft und schickt - und ab und an mal eine Webseite besucht. Vielsurfer werden an dem langsamen Netz keine Freude haben.
Mobiles Internet in diesen vier Netzen wird auch unter anderen Markennamen verkauft, in diesem Fall sollte man sich erkundigen, ob bei dem Wiederverkäufer die gleiche Spitzengeschwindigkeit geboten wird, wie man sie beim Netzbetreiber bekommt.
An Datentarifen gibt es unterschiedliche Angebote. Man kann einen Laufzeitvertrag abschließen und dabei oft in Kombination mit dem Vertrag ein Gerät kaufen. Das ist eine Option für alle, welche die hohen Anschaffungskosten für Netbook oder Notebook scheuen und stattdessen lieber Monat für Monat eine geringere Summe zahlen. Laufzeitverträge mit einer Flatrate sind eine gute Option für Menschen, die regelmäßig ins mobile Internet gehen.
Für Gelegenheitssurfer bietet sich dagegen eher einer der zahlreichen Vorauszahltarife (Prepaid) an: Hier kann man beispielsweise den mobilen Internetzugang für einen Tag, eine Woche oder einen Monat buchen. Es gibt auch Prepaid-Tarife, bei denen man eine bestimmte Datenmenge buchen kann – doch viele tun sich schwer abzuschätzen, wie hoch der eigene Datenverbrauch ist. Kann man den eigenen Verbrauch beim mobilen surfen gut bestimmen, ist auch dies eine Alternative – schließlich zahlt man nur für die Mengen, die man auch nutzt.
Worauf man noch achten sollt
- Mobiles Internet in diesen vier Netzen wird auch unter anderen Markennamen verkauft, in diesem Fall sollte man sich erkundigen, ob bei dem Wiederverkäufer die gleiche Spitzengeschwindigkeit geboten wird, wie man sie beim Netzbetreiber bekommt.
- Bei einigen Laufzeitverträgen wird die Höhe des monatlichen Beitrags nach einer bestimmten Zeit – beispielsweise einem Jahr – automatisch erhöht. Geht der Vertrag über zwei Jahre, zahlt man also in der zweiten Hälfte deutlich mehr. Der Monatsbeitrag kann auch nach der Vertragslaufzeit erhöht werden. Deswegen sollte man die entsprechenden Angebote genau durchlesen und Kündigungsfristen beachten.
- In der Regel gibt es bei Laufzeitverträgen und bei Prepaid-Verträgen, bei denen man einen bestimmte Surfzeit bucht, eine Obergrenze für die Menge der übertragenen Daten. Wird sie erreicht, wird das Surfen so langsam, das man meistens allenfalls noch Mails herunterladen kann. Diese Obergrenze kann verschieden hoch sein, verscheiden hoch kann auch die Geschwindigkeit sein, auf die man herabgebremst wird.
Autor: ET
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