Sony Ericsson stellt weltweit erste LTE-Plattform vor
07.04.2008
Die LTE-Technologie (Long Term Evolution), auch Super 3G genannt, wird gerne als rentabler Nachfolger von UMTS präsentiert. Fakt ist, dass diese Technologie im Gegensatz zur Alternative WiMAX den Mobilfunkanbietern einen kostengünstigen Pfad von UMTS über HSPA zu LTE bieten kann.
Sony Ericsson hat jetzt das weltweit erste kommerzielle LTE-Chipsatzmodul für mobile Endgeräte vorgestellt: die Plattform M700. Bisher wurden im Experiment Downlink-Datenraten von 37 Mbit/s erreicht, Ericsson verspricht einen Downstream von 100 Mbit/s. Im Upload sollen es 50 Mbit/s sein. Solche hohen Übertragungsraten können Online-Games und Videostreams auch über Mobilfunknetze möglich machen.
ExpressCards und Laptops mit M700
Das Chipsatzmodul M700 ist mit Mobilfunknetzen in aller Welt kompatibel, da es Bandbreiten von 1,4 bis 20 MHz unterstützt. Weiter kann die Plattform in bis zu sechs Frequenzbändern eingesetzt werden, einschließlich des 700 MHz-Frequenzbands, das vor kurzem in den USA versteigert wurde. Was Baugröße und Energieverbrauch anbelangt, soll M700 vergleichbar sein mit derzeit genutzten UMTS- und HSPA-Chips.
Die ersten Produkte, die laut Sony Ericsson auf dieser Plattform basieren, sollen ExpressCards und USB-Modems für Laptops sein. Außerdem wurden Notebooks mit integrierten Chipsätzen angekündigt, sowie weitere besonders kompakte Modems für den Einsatz in der Unterhaltungselektronik. Erste Muster des neuen Chipsatzes (ASICs) sollen im Laufe des Jahres 2008 für Hersteller von Elektronikgeräten verfügbar sein, die kommerzielle Einführung ist für das Jahr 2009 geplant. Erste Endgeräte, die auf der Plattform M700 basieren, sind für 2010 angekündigt.
Autor: FN
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