Anzeige
datenstick

Japan: Portrait einer Smartphone-Nation

Ratgeber: Mobiles Internet in Japan

In Japan wird schneller mobiler Datenfunk so intensiv wie sonst nirgendwo genutzt. Denn nirgendwo sonst bietet das Smartphone so viele Möglichkeiten.

Selbst eine eigene Literaturgattung hat der Datenfunk inzwischen hervorgebracht: Handy-Romane sind in Japan Bestseller mit Millionenauflage. So hat sich auf den japanischen Inseln eine eigene Smartphone-Kultur herausgebildet.  

Infos aus dem Internet kommen mobil 

Wenn  ein Deutscher abends nach Hause kommt, wechselt er von Laptop oder Smartphone auf den heimischen PC über. Kommt ein Japaner nach Hause, wechselt er vom Geschäfts-Handy aufs private Handy, so schildert Reimar Müller, Berater bei Pricewaterhouse Coopers in Frankfurt, den Unterschied zwischen den Kulturen: „Das Telefon ist für die Japaner der erste Weg ins Internet, insbesondere in Ballungszentren“.

Ähnlich sieht es die japanische Anthropologin Mizuko Ito im Vergleich zu den Vereinigten Staaten: „In den USA ist das PC-basierte Internet die dominierende Informationstechnologie. Japan bildet das andere Ende des Spektrums. Die Japaner machen deshalb so viele neue und coole Dinge mit ihren Handys, weil sie ihre Haupt-Informationsgeräte sind.“

Die aktuelle Statistik untermauert diese Behauptung: In Deutschland nutzen – nach Angaben des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Morgan Stanley – 26,5 Millionen Menschen das mobile Internet; das sind 32 Prozent der Bevölkerung.  In den USA sind es mit 136,6 Millionen Menschen schon 44 Prozent. In Japan aber gehen 106,3 Millionen oder 83 Prozent des Volkes  mobil online. Während die Amerikaner 2009 per Handy umgerechnet für 900 Millionen Euro Waren und Dienstleistungen kauften, gaben die Japaner beim mobilen Shopping 7,5 Milliarden Euro aus, so das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen ABI Research.     

         

Handy für Fortgeschrittene: Barcodes, Fernsehen und Spiele

Das Handy als Geldbeutel oder Kreditkarte nutzen ist in Japan Alltag – egal ob in der Bar, im Taxi oder im Schnellimbiss. Man muss sein Handy-Konto aufladen, dann kann man mit dem Smartphone zahlen. Viele japanische Firmen offerieren Kataloge, die auf den Kauf per Handy ausgerichtet sind.

Auch auf anderen Gebieten sind mobile Anwendungen deutlich fortgeschrittener als in Europa oder Amerika. Sogenannte Strichcodes oder 2D-Barcodes sind Pixelquadrate, sie sind aufgedruckt auf Anzeigen, Veranstaltungsplakaten oder auf Waren jeder Art. Die Strichcodes oder Pixelquadrate enthalten verschlüsselte Informationen, die mit  der Handy-Kamera ausgelesen werden – dann wird man beispielsweise automatisch im Internet zum Ticketverkauf  für die Veranstaltung weiter geleitet oder man erhält Produktinformationen. In Japan ein alltäglicher und ständig genutzter Service. Wie so etwas funktioniert sieht man auf diesem Video

 

Dazu kommen Sonder-Funktionen wie das Handy als Zugfahrkarte oder als Auskunftei für die nähere Umgebung, die über Verkehrsverbindungen, Lokale oder Läden informiert. Weit verbreitet sind auch mobile Spiele wie beispielsweise Final Fantasy. Fernsehen oder Videos auf dem Handy betrachten  ist mobiler Alltag in Japan.       

Literatur in den Zeiten des Datenfunks: Der japanische Handy-Roman

Die japanische Begeisterung für mobilen Datenfunk hat selbst eine eigene Literaturgattung hervorgebracht: Der Handy-Roman ist mittlerweile Gegenstand ernsthafter wissenschaftlicher Untersuchungen.

Der typische Handyroman gehört zur Trivialliteratur, er steht zuerst auf dem Handy zur Verfügung und dann erst als Buch. Der Roman ist in kleine Einheiten aufgeteilt, die drei bis vier Minuten Lesestoff bieten, die Leser können ihn kommentieren und so Einfluss auf den weiteren Lauf der Handlung nehmen. Schulmädchen und junge Frauen Anfang zwanzig sind die typischen Leserinnen, sie empfehlen einzelne Romane per Email samt Link ihren Freundinnen. Der Roman wird auf dem Handy gespeichert und in der U-Bahn oder zuhause gelesen.

Die Handy-Technik hat Einfluss auf den Text genommen: Weil der kleine Bildschirm nicht so viel Platz bietet, sind die Sätze meist kurz, es gibt viele Dialoge oder Monologe, die Handlung entwickelt sich flott.  Werden klassische japanische Literaturtexte von oben nach unten gelesen, ist die Leserichtung beim Handy-Roman auch in Druckausgaben von links nach rechts – genauso wie am Handy. Autorinnen (oder Autoren) tragen Szene-typisch nur einen Nick-Namen wie Mone, Towa oder Rin.

Der erste 2000 erschienene Handy-Roman handelt von einem Mädchen, das als Prosituierte arbeitet, um dem Freund eine Herzoperation zu finanzieren. Sie steckt sich mit Aids an und stirbt. Das Herz-Schmerz-Handy-Dramolett ging dann den typischen Weg aller erfolgreichen Handy-Romane:  Es wurde als Film, Fernsehserie, Manga-Comic und Buch weiter verwertet, alleine von der Buch-Ausgabe wurden 2,7 Millionen verkauft.

Tipps für Ausländer: Benimm am Handy und japanische Emoticons

Eine gute Nachricht: Wer nach Japan reist, muss sein Handy nicht mitnehmen - praktisch überall kann man die für den japanischen Markt optimierten Smartphones mieten. An den Flughäfen sind die Angebote vergleichsweise teuer, doch in den Innenstädten kann man in fast allen Handy-Läden ein Gerät preiswert mieten. Die im Internet angebotenen Varianten kosten etwa 2,50 bis fünf Euro pro Tag plus Gespräche. Einen ersten Überblick gibt die Japanische Fremdenverkehrszentrale in Frankfurt am Main auf ihrer Webseite.

Ist man dann im Land und hat ein Handy sollte man beachten: Es gilt in Japan als ausgesprochen unhöflich beispielsweise im Zug oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu telefonieren – Durchsagen per Lautsprecher weisen immer wieder darauf hin. Auch die eingehenden Anrufe sind stumm gestellt, in Japan heißt das „öffentlicher Modus“ oder „Benimm-Modus“. Stattdessen kommunizieren Japaner per Email oder per Textnachricht, gerne auch durch Videos angereichert. Im Zug mit dem Handy zu spielen oder zu texten ist  dagegen allgemein akzeptiert.  

Wer als Ausländer einem Japaner eine Textnachricht schreibt, sollte bedenken, dass die Japaner grundsätzlich andere Emoticons verwenden. Die in Deutschland gebräuchlichen Zeichen gehen von links nach rechts; um sie richtig zu deuten muss man den Kopf auf die linke Seite neigen. Die japanischen Emoticons gehen von einer normalen Kopfhaltung des Betrachters aus. Für das deutsche Lachen :-) gibt es im japanischen zwei Varianten (^_^) bezeichnet das männliche Lachen; (^.^) das weibliche Lachen, da werden die Zähne sittsam verborgen.

Weitere Smileys sind beispielsweise: m(_ _)m für sich entschuldigen, sich verbeugen, (@_@) verwirrt sein, (?-?) überrascht sein. Und wenn man erschöpft vom vielen Simsen schlafen geht (=_=) sagt man Gute Nacht (-_-)zzz               

Autor: ET

Anzeige

Datentarif-Anbieter im Vergleich

Flug mit Handy buchenInternetSURFEN wird immer günstiger Anbieter für mobiles Internet im Vergleich

Wer als Handy- oder Notebook-Nutzer nach einem passenden Datentarif sucht, kann heute aus einer Vielzahl von Angeboten wählen. Hier können Sie sich detailliert über alle Datentarif-Anbieter informieren. Die Redaktion nimmt alle Anbieter genau unter die Lupe.

Attraktive UMTS-Tarife für Handy- und Laptop-Surfer

Flug mit Handy buchenAktuelle Top-Datentarife Die besten Tarife für mobiles Internet

Jeden Monat macht das Redaktionsteam von umtsdatentarife.de auf die attraktivsten Datentarife für mobiles Surfen aufmerksam. Vorgestellt werden sowohl die interessantesten Tarife für Handy-Surfer als auch die besten Tarife für Notebook-User.

UMTS-Netze unterscheiden sich erheblich

Flug mit Handy buchen vier Netzanbieter in Deutschland Test: UMTS-Netze und -Netzabdeckung

Während sich die Anbieter-Netze der Mobilfunker hinsichtlich der Sprachtelefonie nicht mehr wesentlich unterscheiden, gestaltet sich die Situation im Datenfunk anders: Hier sind die Differenzen bezüglich der Netzabdeckung und der Netzqualität enorm.

Surfvergnügen mit dem Handy

Flug mit Handy buchen Alle Informationen zum Handy-Internet Alle Handy-Internet-Tarife in der Übersicht

Wer mit seinem Handy nicht nur telefonieren, sondern auch mobil ins Internet gehen möchte, benötigt dafür einen Datentarif. Hier erfahren Sie welche Datentarife für Handy- und Smartphone-User angeboten werden und worauf man bei der Auswahl achten sollte.

Handy-Internet ohne Vertrag

Flug mit Handy buchen Prepaid-Datentarife Handy-Internet-Tarife auf Prepaid-Basis

Prepaid-Tarife gibt es nicht nur für die mobile Telefonie. Auch für mobiles Internet-Surfen werden mittlerweile verschiedene Datentarif-Arten auf Prepaid-Basis angeboten. Wer sich für das Prepaid-Modell entscheidet ist an keine Vertragslaufzeiten gebunden.

Mobiles Surfen mit dem Notebook oder Netbook

Flug mit Handy buchen Datentarife für Notebook-User Tarife für mobiles Internet mit Notebook

Viele Menschen wollen nicht nur im Büro oder zu Hause auf das Internet zugreifen, sondern auch von unterwegs ins Internet gehen. Dafür benötigt man einen Datentarif. Neben Volumentarifen werden auch Tages-, Wochen- und Monatsflatrates angeboten.

Laptop-Surfen ohne Vertragsbindung

Flug mit Handy buchen Datentarife auf Prepaid-Basis Prepaid-Tarife für mobiles Internet-Surfen

Wer nur sporadisch ab und an einen mobilen Internetzugang benötigt, für den ist ein Prepaid-Datentarif, den man im Voraus bezahlt, häufig die bessere Variante. Hier erfahren Sie welche Anbieter Tarife ohne Vertragslaufzeit im Programm haben.

So einfach funktionieren Surf Sticks

Flug mit Handy buchen Hardware-Informationen Ratgeber: Mobiles Internet mit Surf Stick

Die meisten Notebooks sind nicht mit einem internen UMTS-Modul ausgestattet. Deshalb wird ein externes Modem benötigt, das eine Verbindung zum Funknetz herstellen kann. Der Surf Stick gehört aufgrund seiner Einfachheit zu den beliebtesten Modems weltweit.

Internet Stick ohne Vertragslaufzeit

Flug mit Handy buchen UMTS-Stick auf Prepaid-Basis Prepaid-Stick: Surf Stick ohne Vertrag

Mittlerweile existieren etliche Anbieter, bei denen man einen Surf Stick auch ohne Vertrag kaufen kann. Als Prepaid-Variante ist der Internet-Stick-Preis jedoch wesentlich höher. Dafür muss man sich nicht vertraglich an einen Anbieter binden.

UMTS Router: Tipps für den Kauf

UMTS Router Mobile Breitband-Router UMTS-Router: Hotspots für die Hosentasche

Immer dann wenn mehrere Personen gleichzeitig über Mobilfunk auf das Internet zugreifen wollen, bietet sich die Nutzung eines Breitband-Routers an. UMTS-Router neueren Datums sind wesentlich kleiner als ihre Vorgänger aus grauen Urzeiten des UMTS-Zeitalters.

Internet im Urlaub nutzen

Flug mit Handy buchenSparen beim Surfen im Urlaub Tipps: Mobiles Internet im Ausland

Die Zahl der Meschen, die auch im Urlaub nicht auf das Internet verzichten wollen steigt und steigt. An dieser Stelle erfahren Sie wie man UMTS, HSDPA und WLAN auch im Ausland nutzen kann. Ebenso macht die Redaktion auf Kostenfallen aufmerksam.

Internet-Nutzung im Flugzeug

Flug mit Handy buchenSurfen über den Wolken Internet im Flugzeug nutzen

Wer in den vergangenen Jahren im Flugzeug ins Internet gehen wollte, musste oftmals feststellen, dass die Internet-Nutzung nicht erlaubt war. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Fluggäste dürfen an Bord von Flugzeugen im Netz surfen.

Mobil Arbeiten im Zug

Flug mit Handy buchen Internet im ZUg Mobiles Internet im Zug: Wlan oder UMTS?

Es sind nicht nur Business-Manager, die in der heutigen Zeit die Fahrtzeit in Zügen effektiv nutzen wollen. Auch andere Berufsgruppen sitzen mit aufgeklappten Notebooks im Zug und surfen im World Wide Web.

Anzeige

Weitere Portal-Themen

TagesflatrateMobiles Internet NotebookSimyo UMTS prepaid Datentarif Handy Firefox Fonic Surf Stick Prepaid Datentarif Vergleich Notebook Internet Base Handy Internet Flatrate umts prepaid tarife vodafone websessions HSUPA Stick UMTS Flatrate congstar internet UMTS Tarif Vodafone prepaid Internet Surf Stick ohne simlock Wlan Flatrate Symio UMTS Handy Internet Datentarife internet stick ohne vertrag UMTS Internet Flatrate Handy Datentarife handy internet flatrate vergleich UMTS Angebote Internet ohne Festnetz Handy Internet Flatrate Simply Data bildmobil speed stick T-Mobile EDGE