Facebook-Handy INQ1 in Großbritannien
11.02.2009
Mobiles Internet scheint auch für Facebook eine immer größere Rolle zu spielen. INQ1 heißt das neue Facebook-Handy, das jetzt in Großbritannien auf den Markt gekommen ist. Erstmals wurde bei diesem Mobiltelefon das weltweit beliebteste soziale Netzwerk Facebook direkt integriert. Hergestellt wird das Handy von dem chinesischen Konzern Hutchison Whampoa, britische Nutzer bekommen es derzeit gratis beim Abschluss eines Laufzeitvertrags. Bereits vor einem Jahr kursierten im Internet Gerüchte, dass auch Nokia ein Facebook-Handy plane.
„Es geht darum jene Dinge, die die Menschen am Internet lieben, zu nehmen und direkt in das Herz des Telefons einzubauen“, kommentierte Frank Meehan, Chef der Tochterfirma INQ, die Einführung des neuen Handys. Neben Facebook verfügt das INQ1 über weitere integrierte Web-Services wie den Windows Live Messenger und das Internetradio last.fm. Damit sei das neue Handy laut INQ das „erste interaktive Echtzeit-Adressbuch“.
Facebook-Handy INQ1
Ein Klick genügt und das neue Mobiltelefon zeigt den Online-Status der eingespeicherten Freunde sowie Bilder und Kontaktdaten aus ihrem Facebook-Profil an. Mit der integrierten 3,2 Megapixel-Kamera können zudem Fotos gemacht und direkt auf das Facebook-Portal hochgeladen werden.
Der INQ1-Launch in Großbritannien ist Teil des großangelegten Angriffsplans von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Das größte soziale Netzwerk besitzt weltweit über 140 Millionen aktive Nutzer, es existiert inzwischen in 20 Sprachen. Zuckerberg möchte das Social Network noch ausweiten und in den Mobilfunkbereich vordringen. Dabei ist Europa ein wichtiger Markt. Ziel von Facebook sei, die „Welt durch das Teilen von Informationen zu einem besseren Ort zu machen“.
Facebook will deutsche soziale Netzwerke überholen
Seit März 2008 gibt es Facebook auch in Deutschland, bis heute haben sich bereits zwei Millionen deutsche Nutzer registrieren lassen. Zuckerberg will auch in Deutschland die Nummer Eins bei den Social Networks werden, bei einem Besuch im vergangenen Herbst kündigte er einen „Frontalangriff von Facebook in Deutschland“ an.
Noch liegen die deutschen Konkurrenten wie StudiVZ oder SchuelerVZ mit insgesamt etwa zehn Millionen Nutzern weit vor Facebook, Zuckerberg gibt sich dennoch zuversichtlich: „Ich weiß nicht, ob wir sie schon in einem Jahr überholen. Aber vielleicht in zwei oder zweieinhalb“, so seine Prognose. Bald werde man auch eine Facebook-Niederlassung in Deutschland eröffnen.
Autor: MN
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