Mobiles Internet: So finden Sie den richtigen Anbieter
Ratgeber: Den richtigen Anbieter für mobiles Internet finden
Sie suchen nach einem Tarif für mobiles Internet? Die werden überall angeboten: Im Fernsehen, im Radio, in Zeitungen und Zeitschriften. Sie wollen nicht endlos die unterschiedlichsten Angebote vergleichen?
Das Redaktionsteam von umtsdatentarife.de beobachtet den Datentarif-Markt seit Anfang 2007 – wir geben ihnen aus langjähriger Erfahrung Tipps, wie Sie sich im Tarifdickicht zurechtfinden.
Prepaid-Tarife für Gelegenheits-Surfer
Den idealen Tarif gibt es nicht – alles hängt davon ab: Erstens wie oft und wie regelmäßig Sie ins mobile Internet gehen und zweitens welche Datenmengen Sie verbrauchen beim Senden und Empfangen über Mobilfunk.
Es gibt zwei Tarifarten. Da sind zum ersten die so genannten Prepaid-Tarife: Hier zahlt der Nutzer im Voraus und verbraucht dann die bezahlte Leistung. Bei einem klassischen Prepaid-Tarif bezahlen Sie eine bestimmte Zeitdauer beispielsweise eine halbe Stunde, eine Woche oder drei Monate. In dieser Zeit können Sie eine bestimmte Menge an Daten empfangen und senden – beispielsweise 1 Megabyte oder drei Megabyte. Diese Datenmengen stehen in aller Regel nur im Kleingedruckten.
Unser Tipp Nummer 1: Genau hinschauen, wie viele Daten man beim Anbieter für den gewünschten Zeitraum bekommt.
Ist die gebuchte Zeit um, wird die Verbindung gekappt. Doch hier gibt es, insbesondere bei Prepaid-Tarifen, die für einen Tag gebucht werden, einen kleinen Kniff: Manche Anbieter berechnen 24 Stunden – also von dem Moment an, an dem ich zum ersten Mal mobil ins Internet gehe. Andere berechnen einen Kalendertag – wenn ich also eine Minute vor Mitternacht mit dem mobilen Surfen anfange, ist der bezahlte Tag nach einer Minute vorbei.
Unser Tipp Nummer 2: Genau hinschauen, wie die Zeit berechnet wird. Sie finden diesen Hinweis irgendwo im Kleingedruckten.
Ist die mit der bezahlten Zeit gleichzeitig gebuchte Datenmenge aufgebraucht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Verbindung wird ganz gekappt oder sie wird in der Geschwindigkeit extrem heruntergesetzt. Ist die Verbindung ganz weg, geht natürlich nichts mehr. Wird sie im Tempo heruntergefahren, kann man zumindest noch die angefangene Operation sehr langsam weiter ausführen. Darüber hinaus geht eigentlich nicht viel - kleine E-Mails verschicken, mehr ist bei dem Schneckentempo nicht drin.
Unser Tipp Nummer 3: Schauen Sie genau hin, was mit der Verbindung geschieht, wenn die Datenmenge aufgebraucht ist. Auch diese Information finden Sie irgendwo im Kleingedruckten.
Prepaid-Tarife sind gut geeignet für Nutzer, die das mobile Internet nur für einen bestimmten Zeitraum nutzen wollen, und in dieser Zeit nicht allzu viele Daten senden und empfangen. Ein typischer Fall ist etwa ein Mensch, der für einen Tag oder eine Woche unterwegs ist, in der Zeit seine Emails liest und schreibt, unterwegs ein paar Texte oder Tabellendateien verfasst und abschickt und sich auf ein paar Webseiten über aktuelle Nachrichten informiert. Prepaid-Tarife sind gut für Gelegenheits-Surfer.
Laufzeitverträge für Gewohnheits-Surfer
Der zweite Tarif-Typ sind die sogenannten Laufzeitverträge, sie sind etwas für Gewohnheits-Surfer, die regelmäßig das mobile Internet nutzen. Hier bekommt man ein Datenvolumen für schnelles Internet, dieses wird monatsweise berechnet. Das Datenvolumen liegt typischerweise zwischen 300 Megabyte und 10 Gigabyte monatlich.
Unser Tipp Nummer 1: Ermitteln Sie die Datenmenge, die Sie pro Monat verbrauchen oder versuchen Sie, diese Datenmenge abzuschätzen. Die einfachste Methode: Sie laden sich einen der kostenlosen Verbrauchszähler aus dem Internet auf den heimischen PC und ermitteln ihren stationären Datenverbrauch. Davon ausgehend schätzen Sie Ihren mobilen Bedarf ab. An Datenmengen-Zählern gibt es beispielsweise den bitmeter II oder den jcmeter oder den SWR3 Online Counter.
Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem, sechs oder 12 Monaten, es gibt auch Verträge mit zwei Jahren Laufzeit. Der Kunde zahlt jeden Monat einen festgelegten Preis und erhält dafür eine Datenmenge pro Monat, mit der er schnell surfen kann.
Wird die Menge überschritten gibt es zwei Möglichkeiten: Meistens wird das Tempo heruntergefahren. Oder man zahlt pro jedem weiteren Megabyte kräftig zu.
Unser Tipp Nummer 2: Im Kleingedruckten finden Sie die Angaben dazu, was passiert, wenn Sie die Datenhöchstmenge für Schnelles Surfen überschreiten. Wollen Sie unangenehme Überraschungen bei der Monats-Rechnung vermeiden, wählen Sie einen Tarif, bei dem die Surfgeschwindigkeit herunter gesetzt wird.
Dazu gibt es bei Laufzeitverträgen noch die Zusatzbedingungen, auf die Sie achten müssen. Dazu gehören die Kündigungsfrist, die Verlängerungsfrist und die Kosten falls man nicht kündigt sowie die Nebenkosten.
Unser Tipp Nummer 3: Schauen Sie genau hin bei den versteckten Nebenkosten - wird eine Anmeldegebühr verlangt? Muss ich Versandkosten zahlen? Rechnen Sie die Zusatzkosten auf den Monatspreis um – über die Mindestlaufzeit des Vertrages. Die zweite wichtige Frage: Wann muss ich den Vertrag spätestens kündigen? Und wie sind die Vertragsbedingungen, wenn ich nicht nach Ablauf der Mindestlaufzeit kündige? Manchmal verlängern sich die Verträge automatisch, beispielsweise um ein Jahr und man zahlt für diese Folgezeit dann einen deutlich höheren Monatstarif als in der Anfangszeit. Auch hier lohnt das Studium des Kleingedruckten.
Laufzeit-Verträge: Die Anbieter
Bei Anbietern von Laufzeitverträgen unterscheidet man zwei Gruppen: Da sind einmal die Netzbetreiber und zum anderen die Wiederverkäufer (Reseller). Netzbetreiber gibt es in Deutschland vier: E-Plus, O2, Telekom und Vodafone. O2 und Telekom haben ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, Vodafone bietet derzeit das schnellste mobile Internet. E-Plus landet in allen Netztests in Sachen Datenfunk und mobiles Internet weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Die sogenannten Wiederverkäufer kann man in mehrere große Gruppen aufteilen: Da sind zum einen die Unternehmen, die neben Mobilfunk auch noch stationäre und kabelgebundene Angebote vertreiben wie beispielsweise 1&1. Hier gibt es oft günstige Tarifbündel. Dazu kommen zweitens Marken wie Simply oder Klarmobil, die sowohl mobiles Telefon wie mobiles Internet im Angebot haben. Es gibt dazu drittens die reinen Spezialisten fürs mobile Internet wie Mobook.
Unser Tipp: Schauen Sie immer nach, welches Mobilfunknetz der jeweilige Anbieter verkauft. Denn ganz gleich, wo sie einen Vertrag abschließen, Sie werden (und können) nur in einem der vier Mobilfunknetze unterwegs sein: O2, Vodafone, Telekom oder E-Plus. Und wählen Sie den Anbieter nicht nur nach dem günstigsten Preis, sondern auch danach, wie gut das Netz ist, das Ihnen dann zur Verfügung steht.
Prepaid-Verträge: Die Anbieter
Bei Anbietern von Prepaid-Verträgen unterscheidet man drei Gruppen: Da sind zum einen die Netzbetreiber, also O2, Vodafone, Telekom und E-Plus. Dann kommen dazu die Prepaid-Marken, die von diesen Netzbetreibern selbst unterhalten werden – das ist O.tel.o von Vodafone, Congstar von der Deutschen Telekom, Fonic von O2. Bei E-Plus ist die Prepaid-Marke Base mittlerweile zur Hauptmarke des Konzerns geworden.
Und es gibt drittens die Anbieter, deren Hauptgeschäft in einem anderen Bereich liegt, die aber unter ihrem Markennamen auch mobiles Internet verkaufen wie beispielsweise Bildmobil oder die Financial Times Deutschland oder Tchibo.
Unser Tipp: Auch hier lohnt sich, erst einmal zu schauen, in welchem Mobilfunknetz man unterwegs ist.
Autor: ET
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