Eco-Umfrage: mobile Internet-Nutzung erreicht den Massenmarkt
20.08.2009
Zum dritten Mal hat der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) die Umfrage „Mobile Outlook“ durchgeführt. Dabei wurden 100 Branchenkenner zu den Perspektiven der mobilen Internet-Nutzung befragt. Fazit: Das mobile Internet wird immer mehr zum nützlichen Helfer, die klassischen Internet-Dienste treten ihren Siegeszug auch auf dem Handy an.
Vor allem interaktive Web-Dienste wie E-Mail und Instant Messaging (IM) seien auf dem Vormarsch, urteilen 64 Prozent der Befragten. 63 Prozent der Umfrageteilnehmer, also nur ein Befragter weniger, halten auch die Location Based Services (LBS) sowie mobile Navigations-Dienste für ähnlich zukunftsträchtig.
Smartphones etablieren sich
„Die Umsatzkurve bei den mobilen Datendiensten ohne SMS hat sich in den letzten drei Jahren fast verdoppelt“, sagt Dr. Bettina Horster, Leiterin des eco-Arbeitskreises M-Commerce und Vorstand der VIVAI Software AG. „Die Möglichkeiten der neuen Smartphones sind verstanden worden“, fährt die Branchenexpertin fort. „Hier etabliert sich das Handy als echter Alleskönner und das nicht nur bei den Geschäftskunden“, so Dr. Horster.
Allerdings haben die web-tauglichen Smartphones auch eine Schwachstelle: Während die Mobiltelefone früher sehr gut gesichert waren, sind durch die Öffnung für das mobile Internet neue Risiken entstanden. Dementsprechend würden die Themen Sicherheit, Datenschutz und Spam auf dem Handy stark an Bedeutung gewinnen, glauben knapp 58 Prozent der Befragten.
Gute Aussichten für Entwickler von mobilen Web-2.0-Diensten
Die „orts- und zeitunabhängige Kommunikation mit Communities“, wie Web-2.0-Dienste à la Facebook, Flickr oder StudiVZ etwas umständlich umschrieben werden haben seit der letzten eco-Umfrage erheblich dazu gewonnen: Glaubten im Jahr 2008 nur 21 Prozent der Branchenkenner an die Markttauglichkeit dieser mobilen Anwendungen, waren es 2009 bereits 38 Prozent.
„Das Web 2.0 ist im mobilen Sektor angekommen“, urteilt eco-Mitglied Dr. Horster. „Hier und bei den LBS gibt es gute Nachrichten für Entwickler, auch wenn die Umsätze noch recht klein sind. Wer hier dran bleibt und die Geschäftsmodelle hinter den Anwendungen gut durchdenkt, hat zukünftig als kleiner und mittelständischer Anbieter gute Chancen“, erklärt die Branchenexpertin.
Autor: FN
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