Der Siegeszug des Mobile Instant Messaging
01.05.2008
Chatten mit dem Handy wird immer beliebter. Marktforscher prognostizieren, dass „Mobile Instant Messaging“ (MIM) beliebte Nachrichten-Dienste wie SMS oder E-Mail überrunden wird. Länder mit rasant wachsenden Märkten wie Brasilien, China oder Indien überspringen die SMS-Entwicklung zugunsten des MIM sogar ganz.
Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens TNS in 30 Ländern. Haben sich die Nutzer erst einmal mit MIM angefreundet, wird das Tool zum beherrschenden Non-Voice-Medium, mit dramatischen Folgen für die Erlöse der Netzwerk-Provider. Unter den MIM-Nutzern nimmt dieser Dienst die Spitzenposition ein: 61 Prozent benutzen ihn täglich, verglichen mit nur 55 Prozent, die täglich SMS versenden. Mobile E-Mail liegt abgeschlagen auf Rang drei mit nur 12 Prozent.
Mobile Instant Messaging: MIM verdrängt SMS und Mobile E-Mail
Elf von 100 Nachrichten, die weltweit über ein mobiles Endgerät oder einen stationären PC verschickt werden, sind Instant Messages. Unter MIM-Nutzern ist Mobile Instant Messaging die dominante Nachrichtenform: 36 von 100 verschickten Nachrichten sind MI Messages, nur 23 Prozent sind SMS. Zum Vergleich: Handy-Nutzer ohne MIM verschicken 38 Prozent SMS. Interessanterweise versenden MIM-Nutzer auch weniger E-Mails vom stationären Computer: nur durchschnittlich 21 Prozent statt 31 Prozent bei den Nutzern ohne MIM.
Matthew Froggatt, Managing Director des Bereichs Global Technology bei TNS, erklärt die Popularität von MIM so: „Sobald ein Handy-Nutzer über sein Endgerät Zugang zum Internet hat, kostet ihn das Instant Messaging so gut wie nichts mehr. Einziger Kostenpunkt ist eine sehr geringe Übertragungsgebühr“. Froggatt prophezeit MIM ein signifikantes Wachstum, da viele Verbraucher über ihren PC im Rahmen von Yahoo oder MNS schon mit dem Dienst vertraut seien. Darüber hinaus hätten immer mehr Mobilfunk-Anbieter eine unbegrenzte Internet-Nutzung im Angebot. Fazit der TNS Global Telecoms Insight Studie: MIM ist der schärfste Konkurrent von SMS und mobiler E-Mail geworden mit sehr guten Chancen, die anderen Dienste in naher Zukunft zu überrunden.
Autor: FN
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