mp3.de: Bye, Bye Flatrate
24.03.2009
Nachdem sowohl in der Redaktion von teltraif.de als auch bei dem Portal onlinekosten.de zahlreiche Hinweise von Kunden eingegangen sind, dass die Prepaid-Flatrate von mp3.de (DataFlat) nicht mehr gebucht werden kann, erklärte ein Sprecher des Unternehmens am heutigen Tag gegenüber der Redaktion von onlinekosten.de, dass die mobile Flatrate tatsächlich weder Neu- noch Bestandskunden zur Verfügung stehe.
Allem Anschein nach wurde damit die erste mobile Flatrate offiziell eingestampft. Bereits vor einigen Wochen hat man die UMTS-Flatrate aus den Tarif-Tabellen entfernt und auf diese Weise heimlich, still und leise den Weg für die Streichung des Daten-Flatrate-Angebotes, mit dem Kunden auf Prepaid-Basis im E-Plus-Netz surfen konnten, geebnet.
Mobile Flatrate wird frühzeitig zu Grabe getragen
Erst im Herbst letzten Jahres war der Anbieter für Musikdownloads mit einer eigenen Datenflatrate gestartet. Auf Prepaid-Basis konnten Kunden zum Pauschalpreis von 29,99 Euro über GPRS und UMTS im Internet surfen. Es handelte sich um eine echte Flatrate, eine Drosselung nach dem Fair-Flat-Prinzip gab es nicht.
Aller Wahrscheinlichkeit nach machte mp3.de schon nach wenigen Wochen das Angebot des Mitbewerbers o2 zu schaffen: Auch der Münchner Mobilfunker schickte im Herbst 2008 eine Flatrate für Mobiles Internet auf Prepaid-Basis ins Rennen. Allerdings war die o2-LOOP-Flatrate von Anfang an billiger. Der monatliche Pauschalpreis für das Prepaid-Surfvergnügen beträgt 25 Euro. Wie bei der 24monatigen o2-Surf-Flatrate wird den Nutzern ein Volumen von 10 GB zur Verfügung gestellt. Bei Überschreiten der Grenze müssen Kunden im Abrechnungszeitraum mit GPRS-Geschwindigkeiten auskommen.
Tarif-Änderung kann Umsatz nicht ankurbeln
Auch die Umstrukturierung des mp3.de-Angebotes brachte wenig. Allem Anschein nach waren die Verkaufszahlen für das Vierteljahres-Paket (wurde für 74,99 Euro angeboten) so schlecht, dass sich die Unternehmensführung kurzerhand für die Streichung der Flatrate aus dem Programm entschieden hat.
Wer in Zukunft über mp3.de mobil ins Internet gehen möchte, surft nun mit dem GPRS-by-Call-Tarif für 19 Cent pro Megabyte bei Abrechnung in 100-KB-Blöcken. Das ist zwar weniger als beispielsweise die 24 Cent, die Discounter wie simyo und Blau.de für den Internet-by-Call-Zugang verlangen. Allerdings rechnen beide Prepaid-Anbieter im günstigeren 10-KB-Takt ab. Die Niedrigere Takt-Abrechnung lohnt sich vor allen Dingen für Kunden, die nur kurz im Internet verweilen.
Autor: MN
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