Mobile Firefox im Entwicklungsstadium
01.11.2007
Nachdem der Webbrowser Firefox in Europa mittlerweile einen Marktanteil von rund 30 Prozent erreicht hat möchten die Mozilla-Verantwortlichen nun auch auf dem Handy Präsenz zeigen: Unter dem Namen „Mobile Firefox“ soll innerhalb von zwei Jahren ein Browser für die mobile Internet-Nutzung entstehen, also sozusagen ein spezieller Handy-Firefox.
Mozilla hat zu diesem Zweck zwei neue Entwickler eingestellt, die das Projekt rund um den Handy-Firefox vorantreiben sollen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Entwicklung mindestens ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen wird und man deshalb nicht vor 2009 mit einem speziellen Browser fürs Handy aus dem Hause Mozilla rechnen kann.
Hohe Anforderungen an Handy-Firefox
Wie gewohnt hat das Firefox-Team die Latte bezüglich der Anforderungen an einen speziellen Handy-Browser hoch gehängt. Mike Schroepfer, Vice-President of Engineering bei Mozilla schreibt in seinem Blog: „Es ist klar, dass Anwender eine vollständige Browser-Erfahrung auf mobilen Geräten wünschen. Wenn man sich bisher nicht sicher war, dann jetzt, nach dem Start des iPhone.“
Ebenso hat sich das Mozilla-Team zum Ziel gesetzt, dass auch der Handy-Firefox mit Erweiterungen um neue Funktionen ergänzt werden soll. Welche weiteren Besonderheiten „Mobile Firefox“ auszeichnen sollen, ist noch unklar.
Mobile-Firefox-Projekt wird durch Spezialisten betreut
Bei den zwei neuen Mozilla-Teammitgliedern, die das Projekt „Mobile Firefox“ betreuen, handelt es sich um Spezialisten aus dem Bereich mobiles Web.
Christian Sejersen leitete bisher die Browser-Abteilung beim Unternehmen Openwave, das vor allem im Handy-Bereich erfolgreich tätig ist. Innerhalb des Mozilla-Handy-Firefox-Projektes wird er die Plattform-Entwicklung leiten und ein Forschungszentrum in Kopenhagen aufbauen. Brad Lassey, die zweite neue Fachkraft im Handy-Firefox-Team arbeitete zuvor im Forschungszentrum von France Telecom. Er wird sich bei Mozilla um die Entwicklung eines mobilen Browsers kümmern.
Parallel zum Handy-Firefox-Projekt will Mozilla die Entwicklung an dem Projekt Joey fortsetzen. Damit werden Webinhalte über einen Server so konvertiert, dass diese Daten mit einem vorhandenen Handy-Browser angezeigt werden können. Eine Weiterentwicklung des Minimo, eines Mozilla-basierten mobilen Browsers für Windows-Mobile-Geräte, wird es nach Aussagen von Schroepfer nicht mehr geben.
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