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Google plant mit Android den Vormarsch

08.12.2009

Auf dem Markt für Handy Betriebssysteme ist ein harter Konkurrenzkampf entbrannt: Der Suchmaschinen-Riese Google will mit seinem Smartphone-Treiber Android neue Marktfelder erschließen. Handyhersteller, die in Konkurrenz stehen zu Nokia oder Sony Ericsson  (Betriebssystem: Symbian),  Apple (Betriebssystem OS) oder Research In Motion/RIM (Betriebssystem Blackberry) bleibt - wenn sie nicht in die Welt der Linux-Anwendungen gehen wollen - nur die Wahl zwischen Android und Windows Mobile aus dem Hause Microsoft.   

Welches Betriebssystem am Ende mehr Marktanteile halten wird, entscheidet nicht nur der Kunde.  Die Hersteller der Smartphones bestimmen, welches Betriebssystem von Haus aus auf ihren Geräten installiert wird. Und da holt Android immer stärker auf. Immer wieder melden die Hersteller neue Erfolge der Google-Software: Sony Ericsson bringt 2010 das Xperia X10 mit einer Android-Variante auf den Markt. Der PC-Hersteller Dell will mit einem „Mini3“ genannten Android-Smartphone die Märkte in China und Brasilien erobern. Auf dem neuen „Galaxy Spica“ von Samsung soll ebenfalls Android zum Einsatz kommen.    

Hersteller und Mobilfunkbetreiber aufgeschlossen

Google selbst ist jedenfalls zuversichtlich. Acht bis neun Hersteller werden bis zum Jahresende ein „Android“-Smartphone im Angebot haben, bis zu zwanzig Modelle könnten dann damit laufen., so erklärte Andy Rubin, bei Google zuständig für mobile Betriebssysteme Mitte diesen Jahres bei einer Konferenz in San Francisco, zu der sich die Entwickler von Anwendungen für das Android-System versammelt hatten.

Derzeit, so berichtet die „Financial Times“ läuft das Betriebssystem auf zwölf Smartphones  und wird von 32 Mobilfunkbetreibern in 26 Ländern angeboten. Noch 2009 wollen demzufolge auch HTC und Motorola neue Android-Modelle auf dem US-Markt offerieren. Zu den Firmen, die auf Android setzten gehörten auch die Netzbetreiber T-Mobile, Sprint Nextel und Verizon Wireless.

Google will drei Android-Varianten bieten

Am Rande der Android-Konferenz in San Francisco wurde bekannt, dass Google sein Betriebssystem in drei Varianten anbieten will. Die freie Version kann heruntergeladen und installiert werden, der Hersteller entscheidet, zu wie vielen Anwendungen er Zugang gewährt. Doch Googles große Anwendungen wie Gmail oder der Google-Kalender bleiben ihm verschlossen. Die sogenannte kleine Lösung bietet das Gleiche  wie die freie Version – nur kann der Smartphone-Hersteller nun auch die genannten Google-Anwendungen auf seinem Handy anbieten.

Die als dritte Möglichkeit genannte große Lösung setzt ganz auf das Markenzeichen Google. Das Google-Logo ist auf jedem jeweiligen Gerät angebracht. Der Netzbetreiber und der Handy-Hersteller verpflichten sich, eine Reihe der vorinstallierten Google-Anwendungen auf dem Smartphone laufen zu lassen. Darüber hinaus soll dem Kunden der unbeschränkte Zugang zum Markt der Android-betriebenen Anwendungen (englisch kurz: Apps) garantiert werden.

Windows Mobile als großer Konkurrent

Wer letzten Endes die Nase vorne haben wird, darüber könnten am Ende auch Zahl und Qualität der verfügbaren Anwendungen (englisch kurz: Apps) entscheiden. Hier hat einstweilen Apple noch die Nase vorne. Doch Google buhlt bereits um die Hilfe firmenfremder Software-Tüftler und hat folgerichtig den Quellcode der neuesten Version Android 2.0 für Entwickler zum Herunterladen bereitgestellt.

Der größte Konkurrent für Android  dürfte freilich nicht die firmeneigene Software von Apple oder RIM sein, sondern das Produkt des zweiten IT-Giganten: Wie gut und vor allen Dingen wie schnell Windows Mobile aus dem Hause Microsoft sich entwickelt, dürfte entscheiden, wie viele Marktanteile Android letztlich in ein paar Jahren hält. 

Autor: ET

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