Microsoft startet Marketplace für Handy-Software
16.07.2009
Der AppStore des iPhone-Herstellers Apple ist ein voller Erfolg. Bis zu 1,5 Millionen Downloads konnte die Plattform für Handy-Software seit ihrem Start 2008 verzeichnen. Jetzt hat auch der Microsoft-Konzern einen eigenen Online-Shop für mobile Apps angekündigt: Im Herbst soll der „Windows Marketplace for Mobile“ eröffnet werden.
Wie Microsoft auf seiner Partner-Konferenz in New Orleans weiter erklärte, werde die Software-Plattform für Nutzer von Windows Mobile 6.0, 6.1 und 6.5 zugänglich sein. Damit könne man rund 30 Millionen potentielle Kunden erreichen, freute sich Todd Brix, Leiter der Sparte Mobile Services bei Microsoft. Für User mit älteren Geräten wird es laut Brix keinen einheitlichen Zugang zum Software-Marktplatz geben.
Wie der AppStore, nur besser
Microsoft kündigte in New Orleans deutliche Verbesserungen gegenüber dem AppStore von Apple an. So werde es unter dem Label „Business Center“ einen eigenen Bereich für Geschäftsanwendungen geben.
Außerdem will Microsoft nach eigenen Angaben ein Rückgaberecht einführen: Ist ein Kunde mit der soeben gekauften Anwendung nicht zufrieden, kann er sie innerhalb von 24 Stunden zurückgeben. Der Kaufpreis wird dann zurückerstattet, eine Angabe von Gründen ist nicht erforderlich.
Zertifizierte Handy-Software
Ab dem 27. Juli dürfen Entwickler ihre Handy-Programme für den Marketplace bei Microsoft einreichen. Zugelassen werden Entwickler aus 29 Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im Falle einer Veröffentlichung der Anwendung soll das Teilungsverhältnis, wie im AppStore bei 70:30 liegen. Das heißt, der Entwickler der Software erhält 70 Prozent der Einnahmen aus den Downloads, 30 Prozent fließen an den Betreiber der Online-Plattform.
Sämtliche im Marketplace erhältliche Programme bekommen laut Microsoft ein Zertifikat. Wird eine Anwendung durch den Konzern abgelehnt, soll der Entwickler eine ausführliche Begründung dafür erhalten sowie einen Hinweis auf die mögliche Mängelbeseitigung. Microsoft möchte sich mit diesem Vorgehen positiv von Apple abheben: Entwickler, deren Anwendungen vom iPhone-Hersteller ohne Angabe von Gründen abgelehnt worden waren, hatten Apple in der Vergangenheit mehrfach verklagt.
Autor: FN
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