Immer mehr wollen auch im Urlaub mobil ins Internet
03.08.2010
Immer mehr internetbegeisterte Deutsche wollen auch im Urlaub mobil ins Internet gehen: 72 Prozent werden in den Ferien im weltweiten Netz surfen, im Vorjahr waren es nur 60 Prozent. 92 Prozent packen dafür die nötigen Geräte wie Smartphone oder Netbook ins Reisegepäck, im Vorjahr waren es erst 73 Prozent.
Das ergab eine – nicht repräsentative - Online-Umfrage unter mehr als 1100 Nutzern des Reiseportals lastminute.de.
Nachhause surfen
Außerdem empfinden immer wenige dieser befragten Nutzer mobile Datengeräte im Urlaub als störend. 2009 fanden noch 61 Prozent der Befragten den Urlaub ohne die mobile Ausrüstung erholsamer; 2010 teilen diese Ansicht nur noch 40 Prozent.
27 Prozent nutzen Facebook und Co im Urlaub – hauptsächlich, um Kontakt in die Heimat zu halten, um Tipps zum eigenen Urlaubsort zu bekommen, oder um über diese sozialen Netzwerke die Urlaubsfotos schon im Voraus zu zeigen.
Neuer Kostendeckel greift bei 50 Euro
Doch das Zeigen von Urlaubsfotos noch aus dem Ausland kann teuer werden, immer wieder gab es in der Vergangenheit Berichte über Rechnungen von mehreren tausend Euro, die Smartphone-Besitzer ohne es zu ahnen im Ausland aufhäuften.
Um dies zu verhindern, führte die EU zum 1. Juli 2010 einen Kostendeckel für Auslandreisende in EU-Ländern ein: Festgelegt wurde ein Kostenlimit in Höhe von 50 Euro plus Mehrwertsteuer für das Daten-Roaming im Ausland, in Deutschland liegt die Grenze demnach bei 59,50 Euro. Der neue Kostendeckel greift nur beim mobilen Surfen in EU-Ländern – nicht also etwa in der Schweiz, Norwegen oder der Türkei.
Anbieter müssen den Kunden per SMS benachrichtigen, wenn er seiner Kostengrenze auf 80 Prozent nähert. Ist die Obergrenze dann wirklich erreicht, muss der Anbieter die Verbindung trennen, es sei denn der Kunde will ausdrücklich weitersurfen.
Tipps für Auslandssurfer
Für diejenigen, die nur ein, zwei Stunden online gehen wollen, empfiehlt die Stiftung Warentest öffentliche WLAN-Hotspots oder Internet-Cafés. Wer sich damit nicht zufrieden geben will, der kann mit folgenden Preisen rechnen: Vodafone und die Telekom verlangen für das europäische Ausland 17 Cent für 50 Kilobyte (KB). Das sind 3,40 Euro pro Megabyte (MB). O2 berechnet für EU-Länder fünf Cent pro zehn KB, also fünf Euro für ein MB. Für das nicht-europäische Ausland werden sogar bis zu 15 Cent pro zehn KB fällig.
Eine weitere Möglichkeit sind Tagesflatrates und Prepaid-Internet-Sticks für das Ausland. Die sind teurer als Surfen im Inland, aber günstiger als die oben genannten Paketpreise. So gibt es das Internet Day Pack EU von O2, die Vodafone Web Sessions International sowie Web´n´Walk Roaming Day Pass von der Telekom. Alle Optionen kosten rund 15 Euro pro Tag, die Obergrenze fürs Surfen liegt bei 50 MB.
Autor: ES
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