T-Mobile startet eigenen Messaging-Dienst
02.09.2008
Seit geraumer Zeit wehrt sich T-Mobile gegen die Nutzung einzelner Messaging-Dienste und schließt diese im Zusammenhang mit der Verwendung der T-Mobile-Datentarife kategorisch in den AGB aus. Bereits im Frühjahr 2008 ließ T-Mobile jedoch durchsickern, dass Kunden des größten deutschen Mobilfunkunternehmens schon im Laufe des Jahres einen eigenen T-Mobile-Messenger zur Verfügung gestellt bekommen würden.
Anlässlich der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) stellt T-Mobile nun den neuen Instant-Messaging-Dienst vor. Bis zum dritten September 2008 können sich Journalisten und Privatleute über das neue Produkt im T-Mobile-Bouquet, das ab Oktober als Instant-Messaging-Flatrate auf den Markt kommen wird, informieren.
T-Mobile Instant-Messaging-Flat: im ersten Monat gratis
Wer sich für das mobile Chatten mit dem Handy interessiert, kann ab 1. Oktober eine zum bestehenden T-Mobile-Vertrag zubuchbare Option wählen, die mit 4,95 Euro pro Monat zu Buche schlägt.
Der neue T-Mobile-Messenger kann Nachrichten über ICQ, den AOL Instant Messenger, den Yahoo Messenger sowie den Windows Live Messenger austauschen. Dienste die auf Jabber basieren sowie Skype können mit dem neuen Messenger nicht genutzt werden.
Die Instant-Messaging-Flat deckt nicht nur die Gebühren für das mobile Chatten ab, sondern auch die Kosten, die im Zusammenhang mit der mobilen Übertragung von Daten, die beim Chatten entstehen. Wie T-Mobile gegenüber der Online-Redaktion von golem.de erklärt hat, wird die parallele Nutzung anderer Datentarife problemlos möglich sein. Der Kunde laufe nicht Gefahr, dass die Instant-Messaging-Kommunikation versehentlich über einen anderen gebuchten Datentarif geht.
Instant-Messaging-Flatrate funktioniert nicht mit jedem Handy
Wie von T-Mobile bekannt gegeben wurde, lässt sich der neue Chat-Dienst nicht mit allen Handys nutzen. In der Anlaufzeit wird die Messaging flat nur für Handys von Nokia und Sony Ericsson bereitgestellt. Bei Samsung-Geräten scheint es noch, so T-Mobile, Probleme zu geben. Peu a peu will man die Messaging-Software für möglichst viele Handy-Modelle, die von T-Mobile verkauft werden, zur Verfügung stellen.
Grundsätzlich steht auch der Nutzung der neuen Instant-Messaging-Flat mit dem iPhone 3G nichts im Wege. Dieses Jahr dürfte man jedoch nach Angaben von T-Mobile nicht mit der Einführung dieses Dienstes fürs iPhone rechnen. Messaging-Clients für das iPhone werden heute schon auf dem Markt angeboten, aber die Nutzung dieser Clients verstößt streng genommen gegen die AGB von T-Mobile.
Instant-Messaging-Software zunächst nicht vorinstalliert
Wer sich für die neue Instant-Messaging-Flat interessiert, muss zunächst die entsprechende Software auf seinem Handy installieren. Später soll der Messaging-Client nach Angaben von T-Mobile auf vielen Handys vorinstalliert sein.
Die installierte Java-Software soll im Hintergrund arbeiten und so weniger Akkustrom verbrauchen. Dabei bleibt die Software aber stets mit dem betreffenden Instant-Messaging-Netz verbunden und benachrichtigt den Nutzer, sobald eine neue Message eingetroffen ist. Der User kann dann die Nachricht öffnen, um darauf zu antworten.
Im ersten Monat profitiert man von einem Einführungsbonus und darf die neue Instant-Messaging-Flatrate gratis nutzen. Ob das Einführungsangebot auch in den Folgemonaten Bestand haben wird ist noch unklar.
Autor: FN
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