Fring: Mit dem Iphone per Internet telefonieren
12.02.2010
Wer mit dem Iphone per Internet telefonieren will, kann dies jetzt tun: Im Appstore, dem Apple-Internetladen für kleine Zusatzprogramme, kann man jetzt Fring herunterladen – ein Kommunikationsprogramm, das auch Internettelefonie ermöglicht. Wie Fring selbst mitteilt, läuft die Anwendung auf dem Iphone, dem Iphone 3G, dem Iphone 3GS und dem Ipod touch.
Die Tester des Internetportals teltarif.de probierten es aus und waren zufrieden: „Im Test zeigte sich, dass die Sprachqualität über UMTS und EDGE sehr gut ist. Störend ist lediglich, dass man seine eigene Stimme teilweise leise als Echo hört. Einschränkungen muss man darüber hinaus hinnehmen, wenn lediglich GPRS-Versorgung gegeben ist“, so die Tester. Hier komme es zwar nicht zu Aussetzern bei der Sprachübertragung aber zu Verzögerungen. Außerdem sei die Lautstärke zum Teil deutlich geringer als bei einem normalen Telefongespräch mit dem Iphone.
Internettelefonie: Bei Mobilfunkern unterschiedliche Bedingungen
Und besonders wichtig: Fring funktioniert in allen deutschen Mobilfunknetzen. Zwar ist bei E-Plus Internettelefonie per Mobilfunk ganz ausgeschlossen, Vodafone und T-Mobile verlangen dafür satte Extragebühren und versuchen, die kostenlose Nutzung per Vertragsbedingungen zu unterbinden. Doch technisch werde die Internettelefonie bis jetzt nicht blockiert, so teletarif.de.
Derzeit ist die Frage, ob man trotz anders lautender Vertragsbedingungen Funk-Internet über VoIP mit einem Mobiltelefon betreiben darf, vor Gericht noch nicht geklärt worden. Die Webseite heise.de hatte vor kurzem die juristischen Aspekte untersucht und war im Kern zu dem Schluss gekommen, dass Mobilfunkbetreiber ihren Kunden solche Nutzungseinschränkungen nicht diktieren können. o2 ist derzeit der einzige deutsche Mobilfunkanbieter, der Internettelfonie per Handy erlaubt, ohne dafür eine Zusatzgebühr zu erheben.
Fring
Fring ist ein Programm, das mit der sogenannten Peer-to-peer-Technologie Internettelefonie auf Mobiltelefonen ermöglicht. Es kann auch genutzt werden, um mit dem Handy zu Chatten. In seiner Selbstdarstellung bezeichnet sich Fring als mobile Internetgemeinde.
Der Kopf hinter Fring ist der israelische IT-Unternehmer Avi Shechter, früher Vorstandsvorsitzender von ICQ und Vizepräsident von AOL. Wie die New York Times berichtete, will Shechter – nachdem er Startkapital eingesammelt hat - derzeit noch keine Erlöse mit dem Programm einfahren, sondern erst einen Markt für die Anwendung schaffen. Das Programm Fring wird entwickelt von der Fringland Ltd., deren Vorstandsvorsitzender Avi Shechter ist. Die früher unter dem Namen Onefone auftretende Firma wurde 2005 gegründet und hat ihren Sitz in Tel-Aviv (Israel). Sie beschäftigt nach Informationen der Webseite matimop.org.il derzeit 40 Angestellte und hält die Rechte an den als Warenzeichen geschützten Begriffen Fring, Fringsters, fring a friend und dem Logo von Fring.
Autor: ET
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