iPhone ohne Mobilfunkvertrag
Ratgeber: iPhone-Angebote ohne Vertrag im Vergleich
In Deutschland wird Apples iPhone zumeist in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag und einem SIM-Lock vertrieben – man kann das Gerät also nur mit der SIM-Karte des jeweiligen Anbieters nutzen.
Wer das Gerät ungebunden erwerben möchte, muss dafür lange und teilweise seltsame Wege gehen. Einige deutsche Anbieter vertreiben mittlerweile das iPhone ohne Vertrag und SIM-Lock – jedoch muss man dafür tief in die Tasche greifen.
iPhones im Ausland günstig erwerben
Dem potenziellen iPhone-Nutzer stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um an ein Gerät „ohne Fesseln“ zu gelangen. Wer zum Beispiel einen Kurztrip ins Ausland plant, kann diesen gleichzeitig für den Kauf eines iPhones nutzen. Jedoch sollte vorher sichergestellt werden, dass das gewünschte Gerät auch wirklich erhältlich ist. Gerade zum Verkaufsstart eines Apple-Produktes kommt es oft zu Lieferengpässen.
Besonders attraktiv sind Frankreich und Großbritannien. Dort sind die Apple Smartphones ohne SIM-Lock und Vertrag – und oftmals merklich günstiger – erhältlich. In Großbritannien gibt es das iPhone 4 mit 16 Gigabyte (GB) Speicher zum offiziellen Preis von 499 Pfund – das sind umgerechnet etwa 570 Euro. Das 32-GB-Modell kostet 599 Pfund, also rund 685 Euro. In den deutschen Apple-Stores müsste der Kunde rund 60 Euro je Modell drauflegen.
Borderlinx: Über DHL-Dienst zum neuen iPhone
Wer für ein iPhone nicht gleich auf Reisen gehen möchte, hat die Möglichkeit, ein Gerät über das Internet zu bestellen (beispielsweise über den britischen Apple-Store). Der Haken an der Sache: Eine Internet-Bestellung ist zumeist nur mit einer Lieferadresse im jeweiligen Land möglich. Für diejenigen, die im Ausland niemanden kennen, der eine Bestellung entgegen nehmen kann, bietet der DHL-Service Borderlinx eine Möglichkeit, um endlich an sein ungebundenes iPhone zu gelangen.
Borderlinx kauft in britischen und amerikanischen Online-Shops ein, ohne das jeweilige Land zu betreten. Kunden, die diesen Service nutzen, wird im jeweiligen Land eine Lieferadresse zur Verfügung gestellt. Diese muss der Kunde bei der Bestellung in US-amerikanischen oder britischen Online-Shops als eigene Anschrift angeben.
Wenn die Bestellung bei der von Borderlinx vorgegebenen Anschrift angekommen ist, erhält der Kunde eine E-Mail. Gegen eine Gebühr (abhängig von der Größe des Pakets) schickt Borderlinx das Paket an die deutsche Heimatadresse weiter. Für ein Paket mit einem Gewicht von einem Kilogramm verlangt DHL ungefähr 35 Euro. Als Rechnungsadresse kann die deutsche Anschrift angegeben werden. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte.
Weitere Alternativen: MyUS.com und French Office
Ähnlich funktioniert der Service MyUS.com. Bei diesem Dienst fallen bereits zehn US-Dollar für die Anmeldung an. Die Kosten pro Paket sind gewichtsabhängig: für 0,5 Kilogramm werden 40,45 US-Dollar (rund 28,80 Euro) erhoben; ein Kilogramm schlägt mit 58,42 US-Dollar (circa 41,60 Euro) zu Buche.
Auch Frankreich bietet mit French Office einen vergleichbaren Service an. Preise für den Paket-Versand sind jedoch nicht bekannt.
O2 und Co. ziehen nach – ab sofort ungebundene iPhones erhältlich
iPhones, die in Deutschland ohne Mobilfunkvertrag und ohne SIM-Lock vertrieben werden, sind oft vergleichsweise teuer.
So gibt es das iPhone 4 (16 GB) beim Netzbetreiber O2 für 649 Euro. Das Modell mit doppelter Speicherkapazität schlägt mit 769 Euro zu Buche. Auch bei den Discountern Simyo und Blau.de kann das iPhone 4 vertrags- und SIM-Lock-frei erworben werden. Simyo verlangt für die 16-GB-Variante 649 Euro; für 32 GB fallen stolze 889 Euro an. Bei Blau.de gibt es Apples neuestes Smartphone zum Hersteller-Preis für 629 Euro (16 GB) beziehungsweise 739 Euro (32 GB).
Der Vorteil bei O2 und Simyo: Die Geräte können in Raten abbezahlt werden. Der Nachteil: Die Kosten für das iPhone 4 liegen deutlich über dem Hersteller-Preis.
Alternativ kann man sich das iPhone 4 mit Vertrag auch bei einem Discounter holen. So hat zum Beispiel Sparhandy iPhone-Angebote im Portfolio, die deutlich günstiger sind als die Offerten der Netzbetreiber.
Den passenden Tarif finden
Kaum hält man das iPhone in den Händen, steht man vor dem nächsten Problem. Welcher Tarif kann genutzt werden? Da ungebundene Geräte keinen SIM-Lock haben, kommt prinzipiell jeder Anbieter in Frage. Wichtig ist, dass man einen Tarif wählt, der mit einer sogenannten Micro-SIM-Karte angeboten wird. Dies sind kleinere SIM-Karten, die benötigt werden, um mit einem iPhone oder iPad unterwegs eine Funkverbindung über das Mobilfunknetz herzustellen.
So bietet zum Beispiel der Discounter Fonic mit dem Handy-Internet-Paket eine günstige Option (9,95 Euro im Monat) für das Smartphone-Surfen an. Der Internet-Provider 1&1 bietet mit seiner All-Net-Flat + Internet-Flat einen Tarif für Internet-Surfen und Telefonie an. Für monatlich 39,90 Euro (ohne Vertragslaufzeit) kann in alle deutschen Mobilfunknetze und ins Festnetz telefoniert sowie mobil im Internet gesurft werden.
Generell ist es ratsam, sich noch vor der Suche nach einem iPhone über passende Tarife zu informieren.
Autor: ES
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