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Handy-Speicherkarten: Immer kleiner, immer besser

27.07.2010

Handys können immer mehr und werden immer besser. Ob es nun die Musikwiedergabe ist, Fotografie oder gar HD-Videos, die einige Handys aufnehmen können, all dies braucht viel Platz. Die wenigsten Mobiltelefone haben viel internen Speicher, doch die meisten sind mit einem Steckplatz für eine Speicherkarte ausgestattet.

Bei den Handy-Speicherkarten gibt es allerdings eine große Zahl verschiedener Typen und Bauarten, bedingt durch Hersteller und Technologiefortschritt. Beim Kauf eines Handys beziehungsweise bei der Aufrüstung durch eine Speicherkarte sollte also etwas genauer hingesehen werden, damit man keinen Fehlkauf tätigt.

Mehr Platz dank Multizellen

Die Kapazität der Speicherkarten für Handys steigt stetig an, unter anderem durch Technologien wie sogenannte Multizellen, die mehrere Bits in einer Speicherzelle aufnehmen können. Dadurch sind Größen bis derzeit 32 Gigabyte möglich. Selbst kleinere Modelle im „Reduced Size“- oder „Micro“-Format können immer noch einige Gigabyte abspeichern.

Es können mehrere Bauarten von Speicherchips unterschieden werden. Nicht mehr wirklich aktuell ist das MMC-Format (Multi-Media-Card), das lange Zeit von Nokia verwendet wurde und bis zu vier Gigabyte speichern konnte. Mittlerweile gibt es von den MMCs nur noch Restposten, da andere, moderne Speicherkarten kleiner und leistungsfähiger geworden sind.

Auch Sony favorisiert SD-Karten 

Der ursprünglich von Sony für eigene Produkte entwickelte Memory Stick existiert in mehreren Varianten. Sowohl in Pro als auch in Pro Duo sind Sonys Memory Sticks erhältlich und können bis zu 32 Gigabyte aufnehmen. Speziell für Multimedia-Handys brachte Sony den Memory Stick (M2) Micro heraus, der immerhin 16 Gigabyte speichern kann. Mit gerade einmal 1,2 Millimeter Dicke ist er das zweitkleinste Flash-Speichermedium der Welt. Aber auch Sony ist mittlerweile vom hauseigenen Format abgekommen und hat sich  den Micro-SD-Karten zugewandt. Diese sind weiter verbreitet und bedeutend günstiger als Memory Sticks.

Als direkter Nachfolger der MMC ist die Secure-Digital-Karte (SD) schneller beim Lesen und Schreiben von Daten. MMCs kann man auch in SD-Kartenslots stecken, umgekehrt funktioniert dies aber nicht. Von der SD-Karte exisitert noch eine kleinere Variante, die mittlerweile sogar verbreiteter ist als die Ursprungsversion. Die Micro-SD-Karte misst nur 15 mal elf mal 0,7 Millimeter und kann mit einem Adapter auch in normale SD-Slots eingeführt werden. Maximal können auf einer SD-Karte 32 Gigabyte Daten gespeichert werden.

Nicht nur beim Kauf gibt es einiges zu beachten 

Beim Kauf einer Speicherkarte sollte aber nicht nur darauf geachtet werden, welches Format das eigene Handy unterstützt, sondern auch, wie hoch die maximale Kapazität des Mobiltelefons ist. Nicht alle Endgeräte können die bis zu 32 Gigabyte Speicher nutzen, die manche Speicherkarten bieten. Auch Bei der Nutzung sollte man einiges beachten, zum Beispiel, dass der Akku immer gut geladen ist, während man Daten verschiebt oder speichert. Fällt der Akku aus während eines Schreibvorgangs, kann das nicht nur zum Datenverlust, sondern auch zu einer Beschädigung des Flash-Speichers führen.

Bei der momentanen Entwicklung sieht es so aus, dass in den kommenden Jahren die MMC und die Memory Sticks zusehends aussterben werden, da sich das SD-Kartenformat bewährt hat. Dank der mittlerweile teilweise großen internen Speicher mancher Smartphones und der Möglichkeit, selbst Handys, die wenig internen Speicher haben, aufzurüsten, werden Handys also immer mehr zu den Multimedia-Geräten, die sie dank ihrer Features eigentlich schon sind.

Autor: JM

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