Handyrecycling schont die Umwelt und bringt Geld
11.01.2008
Schon mal was von Handy-Recycling gehört? In Deutschland liegen schon heute über 100 Millionen Mobiltelefone ungenutzt in der Schublade. Mit jedem neuen Vertragsabschluss kommt ein weiteres Handy hinzu. Bisher gibt es nur wenige Verbraucher, die ihr altes Mobiltelefon fachgerecht entsorgen. Meist wird es „für den Notfall“ zuhause deponiert.
Dabei gibt es seit 2005 ein neues Gesetz in Deutschland, das Handy-Recycling vorschreibt. Der Handy-Nutzer kann das Gerät entweder an den Hersteller zurück schicken oder den Service eines Spezialunternehmens in Anspruch nehmen.
Handy-Recycling: Einfache Entsorgung per Post
Der Mobilfunk-Anbieter TalkGreener beispielsweise bietet verschiedene Möglichkeiten der Entsorgung für ältere Handys: neuere Modelle werden für bis zu 200 Euro aufgekauft, Porto und Versand trägt das Unternehmen.
Kaputte Mobiltelefone werden ebenso angenommen wie alte Modelle, die nicht auf der Liste stehen. In diesem Fall trägt der Kunde die Versandkosten, die Entsorgung durch TalkGreener bzw. das englische Schwesterunternehmen Greener Solutions bleibt aber kostenfrei.
Der Handy-Recycling-Vorgang ist für den User unkompliziert und lässt sich bequem online abwickeln. Es fallen keine Registrierungsgebühren an. TalkGreener engagiert sich stark im Wohltätigkeitssektor. Der Handy-Nutzer kann wählen, ob er einen Teilbetrag des Ankaufswertes spenden möchte, etwa an das Deutsche Kinderhilfswerk oder die Stiftung Natur+Mensch. Zudem wird für jeden getätigten Handy-Ankauf ein Baum auf Borneo gepflanzt.
Apropos Handyrecycling: Die „Grüne Bilanz“ der Hersteller
Die Umweltorganisation Greenpeace veröffentlicht seit 2006 einen Online-Guide für „Grüne Elektronik“ (engl. green electronics guide). Darin werden die Hersteller von elektronischen Unterhaltungsprodukten in Bezug auf ihre Bemühungen beurteilt, ökologischer, schadstoffärmer und umweltfreundlicher zu produzieren.
Besonders wichtig ist dabei für Greenpeace, in wieweit die Firmen versuchen, giftige Substanzen aus den Produkten zu verbannen und wie groß die Anstrengung ist, alte Geräte wieder zurückzunehmen und zu entsorgen. Die Rücknahmequote ist für die „Grüne Bilanz“ der Unternehmen von entscheidender Bedeutung.
Während die Handy-Hersteller Sony Ericsson und Samsung in der ökologischen Hitliste weit oben rangieren, wird Motorola aufgrund schlechter Rücknahme-Praktiken und giftiger Inhaltsstoffe negativ beurteilt. Die aktuelle Version des Guides kann der interessierte Handy-Nutzer auf der Internetseite von Greenpeace International einsehen.
Autor: FN
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