Überraschend erfolgreich: der Palm Centro
16.04.2008
Der Palm Centro OS 5.4 wurde in den USA zum Überraschungserfolg, nicht zuletzt aufgrund der attraktiven Preisgestaltung (99 Dollar bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags). Seit Oktober 2007 konnte der Hersteller eine Million Exemplare des Mini-Smartphones absetzen.
Seit kurzem gibt es das Gerät auch in Deutschland zu kaufen. Es ist kleiner und leichter als beispielsweise der Palm Treo 680 oder ein BlackBerry Curve. Trotz des Mini-Formates erscheint das Display hell und gut lesbar, die Auflösung liegt wie beim Treo bei 320 x 320 Pixel.
Palm Centro: Klein, leicht, unkompliziert
Im Gegensatz zu den meisten anderen Palm Smartphones, die mit Windows Mobile arbeiten, läuft der Centro über das Betriebssystem OS 5.4. So mancher User mag moderne Funktionen wie Multitasking vermissen, dafür ist das Gerät aber unkompliziert und leicht zu benutzen. Wie jeder Palm wird der Centro mit einem Stift bedient, fast alle Funktionen lassen sich auch per Tastendruck aufrufen.
Der Palm Centro OS 5.4 verfügt über alle notwendigen Anwendungen, Extra-Features gibt es nicht. Die Quadband-Technologie macht Telefonate in allen GSM-Netzen der Welt möglich. Der mobile Datenaustausch funktioniert über GPRS und EDGE. Schnellere Standards wie UMTS, HSDPA oder WLAN werden nicht unterstützt. Der vorinstallierte Browser arbeitet recht flink, dennoch eignet sich der kleine Centro nicht direkt zum bequemen Online-Surfen. Einen Alternativbrowser gibt es nicht. Bisher hatte sich „Opera Mini“ für Smartphones angeboten. Dieser kostenlose Browser lässt sich aber nicht mehr installieren, da er auf Java basiert. Palm hatte Anfang des Jahres die Lizenz zum Vertrieb der einzigen Java-Plattform für das Palm OS verloren. Die E-Mail-Software hingegen funktioniert problemlos sowohl über POP als auch per IMAP. Auch das Verwalten mehrerer E-Mail-Konten geht reibungslos.
Palm-Handy: Eher mittelmäßig bei Multimedia-Anwendungen
Der Datenabgleich mit Mac oder PC funktioniert gut, die Palm Organizer-Software ist im Lieferumfang enthalten. Darüber hinaus lässt sich der Centro am PC mit Outlook oder am Mac mit iSync verbinden. Der vorinstallierte MP3-Player ist allerdings nur mit einem Adapterstecker nutzbar, den der Nutzer für knapp zehn Euro extra kaufen muss. Für Video-Anwendungen ist das Display etwas zu klein. Die 1,3-Megapixel-Kamera eignet sich in erster Linie für Schnappschüsse.
Der Palm Centro ist nicht das einzige Smartphone mit eher mittelmäßigen Ergebnissen im Multimedia-Bereich. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten besticht der Centro aber durch einen sehr günstigen Preis. Wer sich die Transportkosten bei einer Bestellung in Palms Onlineshop sparen möchte, kann das kleine Smartphone inzwischen im Fachhandel erwerben.
Autor: FN
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