Unübersichtliche Tarife verunsichern Handy-Nutzer
02.01.2008
In Deutschland gibt es über 750 unterschiedliche Handy-Tarife. Kaum verwunderlich, dass die Mehrheit der deutschen Handy-Nutzer über Verunsicherung und Verwirrung in punkto Tarife klagt.
Eine Studie des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest ergab, dass sich über die Hälfte der Handy-Nutzer in Bezug auf den eigenen Mobilfunk-Tarif schlecht informiert fühlt. Jeder zweite Befragte bezeichnete sich zudem als uninformiert in Bezug auf die Minutenpreise ins deutsche Festnetz und in ein beliebiges Mobilfunknetz. Auftraggeber der Studie war der Mobilfunk-Discounter Fonic, befragt wurden mehr als 1000 Teilnehmer ab 14 Jahren.
Meinung der Handy-Nutzer: Grundgebühr und Mindestumsatz sind out
Ein Drittel der Handy-Nutzer hält einheitliche Minutenpreise, egal wohin telefoniert wird, für sehr wichtig und ausschlaggebend für die Wahl des Mobilfunk-Anbieters. Die Studie zeigt außerdem, dass das traditionelle Vertragsmodell mit Grundgebühr und Mindestumsatz für den Verbraucher unattraktiv geworden ist: 54 Prozent der Befragten wollen nur die Einheiten bezahlen, die sie tatsächlich vertelefoniert haben.
Folglich sind vor allem die Kosten für den Mobilfunk-Provider ausschlaggebend für einen Wechsel: 70 Prozent der Handy-Nutzer verlassen den alten Anbieter wegen zu hoher Kosten.
Handy-Nutzer sparen durch Provider-Wechsel
In der Tat lässt sich ein großer Teil der monatlichen Kosten einsparen, meist bei gleichbleibender Qualität des Tarifs. Der Mobilfunk-Discounter und Auftraggeber der Studie Fonic umwirbt wechselwillige Handy-Nutzer gar mit dem Versprechen, dass über die Hälfte der bisherigen Kosten eingespart werden können.
Doch auch bei den Discountern werden die Tarife zunehmend unübersichtlich. Solange die Provider ihre Tarifsysteme nicht transparenter gestalten, bringt nur sorgfältiges Recherchieren Klarheit. Persönliche Beratungsgespräche und kostenlose Tarifrechner-Seiten im Internet können dabei helfen.
Autor: FN
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