So kommt die Musik aufs Handy
31.07.2008
Handy-Musik ist beliebter denn je. Moderne MP3-Player glänzen mit hervorragender Klangqualität und sehr hoher Speicherkapazität. Die aktuellen Musik-Handys können ihnen dennoch Konkurrenz machen. Auch sie verfügen über hochwertige Musik-Player und haben zudem noch einen großen Vorteil: Mit ihnen kann man jederzeit mobil ins Internet gehen und neue Songs herunterladen.
Der Markt für Online-Musikdienste wächst beträchtlich. Viele User wollen mit dem Handy genau das tun, was sie bisher am PC gemacht haben: nämlich Musiksammlungen durchstöbern, Songs kurz antesten und dann herunterladen. Die Anbieter haben auf die Nachfrage reagiert und Handy-Portale aufgebaut, die ihren Kunden auch eine große Auswahl an Musiktiteln anbieten.
Music Shops von T-Mobile, Vodafone und e-plus
T-Mobile hat auf seinem Handy-Portal „t-zones“ die „Mobile Jukebox“ eingerichtet. Musikfans können hier unter rund 750.000 Titeln aus gängigen Musikrichtungen wie Rock, Pop und R&B wählen. Pro Song werden 1,49 Euro für den Handy-Download aus dieser Sammlung berechnet. Einmal gekaufte Musik lässt sich im Anschluss kostenlos auf den PC überspielen.
Vodafone bietet Musikliebhabern auf seinem Live!-Portal den „Music Store“ mit rund einer Million Titeln. Pro Lied berechnet der Mobilfunkprovider bis zu 2,49 Euro, ein kostenloser Download auf den PC ist dabei inbegriffen. Wer mehr Musik des gleichen Interpreten hören möchte, kann alternativ vier Songs von einem Musiker für 4,99 Euro kaufen. Viele Lieder gibt es auch als Klingelton-Version.
Während das o2-Active-Portal lediglich Klingeltöne (ab 1,99 Euro) im Programm hat, gibt es im „Music Store“ von e-plus mehr Auswahl. Die e-plus Musiksammlung befindet sich im Bereich „e-plus unlimited“ und ist auf dem Handy-Portal „Surf & Mail“ nicht gleich ausfindig zu machen. Wer sich bis zum „Music Store“ durchgeklickt hat, bekommt als Entschädigung eine breite Palette von Titeln aus Pop, Rock, R & B und anderen Stilrichtungen geboten. Die Songs kosten im Download jeweils 1,49 Euro inklusive Verbindungsgebühren.
Nokia Music Store und Apple iTunes Store
Auch die Gerätehersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und investieren in den Sektor Mobile Music. Der finnische Handyproduzent Nokia hat das Portal „Ovi“ (finn. Tür) aus der Taufe gehoben, dazu gehört auch der „Nokia Music Store“ mit über zwei Millionen Titeln. Inzwischen sind elf nationale Music Stores in der Betaversion angelaufen, darunter der deutsche Laden. Hier gibt es Singles (ab 1 Euro) und Alben (8-15 Euro) aus diversen Musikrichtungen, außerdem Hörbücher und Comedysammlungen. Die meisten Titel lassen sich kostenlos Probehören. Bezahlt wird entweder über Direktkauf oder ein Download-Guthaben.
Der iPhone-Hersteller Apple vertreibt seit längerem Musik, TV-Sendungen und Hörbücher über den „iTunes Store“. Dort gibt es über sechs Millionen Songs, pro Titel berechnet Apple 0,99 Euro. Seit kurzem bietet der „iTunes Store“ auch einige DRM-freie (Digital Rights Management, Digitale Rechteverwaltung) Titel von EMI und Sony BMG an.
Musik-Flatrates für Vielhörer
Für Vielhörer gibt es seit kurzem die so genannten Musik-Flatrates. Für einen monatlichen Pauschalbetrag kann der User unbegrenzt Musikstücke über sein Handy anhören, in den meisten Fällen dürfen die Songs aber nicht gespeichert werden. Nach Beendigung des Abonnements stehen die gestreamten Titel auch nicht mehr zu Verfügung.
Die „Musicload“-Flatrate von T-Online und die „MSN Music“-Flat von Microsoft sind sich sehr ähnlich. Für 8,95 Euro beziehungsweise 8,99 Euro im Monat kann der Kunde unbegrenzt Musik auf sein Handy streamen. Das Musikportal Napster bietet einen monatlichen Pauschaltarif für 9,95 Euro. Der Klingelton-Spezialist Jamba! verlangt für seine Musik-Flatrate 14,99 Euro im Monat. Im Unterschied zu den anderen Anbietern können die Songs hier aber auf dem Handy gespeichert werden. Trotzdem steht die Musik dem Kunden nur so lange zur Verfügung, wie das Abonnement besteht. Beim Musikportal „MusicMonster“ kostet die Flatrate 8,95 Euro im Monat. Da die Titel über Online-Radiosender gestreamt werden, darf der Kunde sie auch nach Beendigung des Abos weiter anhören.
Autor: FN
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