Musik-Flatrates fürs Handy
Flatrate-Check: Musik-Flatrates
Der iPod hat es vorgemacht, inzwischen können fast alle aktuellen Handys Musik in guter Qualität abspielen. Wer gerne Musik hört, möchte dies auch oft tun – ohne ein Vermögen für geschützte Songs und Übertragungsgebühren auszugeben. Viele Anbieter von Musikdateien reagieren jetzt auf die gestiegene Nachfrage und bieten sogenannte Musik-Flatrates an.
Über diese Flatrate hat der Nutzer einen dauerhaften Zugriff auf sämtliche Musikdateien des Anbieters. Er kann die Titel per Streaming hören, eigene Playlists zusammenstellen und Dateien mit anderen Abonnenten tauschen. Eine spezielle Zusatzsoftware ist nicht nötig. Meist können die Musikdateien jedoch nicht heruntergeladen bzw. gespeichert werden. Nach Kündigung des Flatrate-Tarifs stehen die Songs also nicht mehr zur Verfügung. Das ist zwar ein Manko, auf der anderen Seite häufen sich keine „abgehörten“ alten Titel im Speicher an und der User ist geschützt vor eventuellen Strafanzeigen wegen illegaler Downloads.
Musicload von T-Online
Das Musikportal "Musicload" von T-Online bietet eine Musik-Flatrate für 8,95 Euro im Monat. Die Titel werden auf Anfrage im WMA- oder MP3-Format gestreamt. Technisch wäre ein Mitschnitt des Streams möglich, Musicload verbietet dies jedoch im Vertrag. Zum Vergleich: Der bezahlte Download kostet bei diesem Musikportal zwischen 79 Cent und 1,49 Euro pro Titel. Die Musik-Flatrate von Musicload kann mit jedem internetfähigen Handy genutzt werden. Mit einer Daten-Flatrate für das mobile Internet lohnt sich der Musik-Pauschaltarif, da der User selbst ohne große Speicherkarte jederzeit seine Lieblingsmusik anhören kann.
Napster
"Napster" begann 1998 als Tauschbörse, wurde 2001 nach rechtlichen Streitigkeiten geschlossen, verkauft und knapp zwei Jahre später in neuem Gewand unter dem Namen „Napster 2.0“ wieder eröffnet. Seit Februar 2006 gibt es das Mobile Music Angebot. Im Vergleich zu Musicload oder Microsoft hat das von Roxio betriebene Musikportal eine dreimal größere Auswahl an Titeln im Programm. Die Songs können entweder gestreamt oder gegen Extragebühren auch heruntergeladen werden. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Napster von Musicload oder MSN. Die Musik-Flatrate kostet 9,95 Euro im Monat, der Zugriff ist selbst mit einem WAP-fähigen Handy möglich. Darüber hinaus bietet Napster eine eigene kostenlose Streaming-Software für Java und Symbian an. Die erweiterte Musik-Flatrate „Napster To Go“ kostet monatlich 14,95 Euro und ermöglicht die Übertragung der Titel auf bis zu drei kompatible Endgeräte. Die Nutzungsrechte müssen zu Beginn eines jeden Abonnementmonats erneuert werden. Auch bei diesem Musikportal können die Titel nach der Kündigung des Tarifs also nicht mehr verwendet werden.
MSN Music von Microsoft
Die Musik-Flatrate "MSN Music" von Microsoft ähnelt dem Angebot von T-Online. Der Pauschaltarif kostet 8,99 Euro im Monat, das Musikportal von Microsoft hat rund 2,2 Millionen Titel im Programm. Die Titel werden per Streaming übertragen, eine Nutzung über das Abonnement hinaus ist nicht möglich. Der mobile Zugriff funktioniert mit allen internetfähigen Mobiltelefonen. Wer einzelne Songs oder Alben nach der Kündigung weiter hören möchte, muss sie gegen eine Gebühr erwerben. Ältere Alben gibt es zum Teil ab fünf Euro.
Jamba!
Das Angebot des Klingeltonspezialisten "Jamba!" ist deutlich teurer: 14,95 Euro pro Monat kostet die Musik-Flatrate hier. Dafür können die Songs aber wie bei Napster auf dem Handy oder PC gespeichert werden. Während bei den Streaming-Flatrates von T-Online oder Microsoft die mobile Internetverbindung immer offen gehalten werden muss, wird sie bei der Jamba!-Musikflat nur einmalig zum Herunterladen des Titels benötigt. Der Nutzer zahlt also pro Song nur einmalige Übertragungskosten für den Download. User ohne eine mobile Daten-Flatrate können die Kosten für den Datentransfer so in Grenzen halten. Die Musik kann allerdings ebenfalls nur solange genutzt werden, wie die Musik-Flatrate besteht.
MusicMonster
Im Gegensatz zu den anderen Anbietern verspricht das Musikportal MusicMonster seinen Kunden, dass die heruntergeladenen Titel auch nach Kündigung des Vertrags weiter genutzt werden dürfen. Allerdings gibt es keine Angaben über die Größe der Datenbank. Die Musik-Flatrate von MusicMonster kostet 8,95 Euro im Monat. Eine Software von MusicMonster konvertiert die Musiktitel beim Streaming ins MP3-Format. Angeblich werden die Titel über Internet-Radiosender gestreamt, die dabei gewonnenen Ripps (Kopien) sind somit legal erworbene MP3-Dateien. Aus diesem Grund darf sie der User auch behalten. Eine direkte Nutzung über das Handy ist nicht vorgesehen, allerdings können die MP3-Dateien natürlich vom Computer auf das Mobiltelefon übertragen werden.
Autor: FN
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