Handy-Browser: die mobile Variante des Webbrowsers
25.06.2008
Das mobile Internet wird immer attraktiver für eine große Anzahl von Nutzern. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung sind technische Neuerungen, schnellere Übertragungswege und bezahlbare Tarife. Um die Vorzüge des Internets auf dem Handy nutzen zu können, ist ein mobiler Browser nötig.
Der Handy-Browser sorgt dafür, dass gewöhnliche HTML-Seiten auf einem kleinen Display gut lesbar und navigierbar sind. Darüber hinaus sollte das Programm schnelle Ladezeiten ermöglichen, sonst wird das mobile Surfen teuer und unbequem. Man unterscheidet zwei Sorten von mobilen Browsern: fest implementierte Programme, die der Hersteller auf dem Handy vorinstalliert hat und freie kostenlose Software, die der User nachträglich selbst installieren kann.
Vorinstalliert: Safari, Explorer, Minimap, NetFront
Der Apple-Browser „Safari“ ist in der mobilen Version auf dem iPhone vorinstalliert. Safari bekommt grundsätzlich gute Noten, der schnelle Seitenaufbau und die leichte Bedienung überzeugen die User. Das Surfen mit dem iPhone fühlt sich beinahe so an wie der Online-Zugang über den Rechner. Nur mit Java und Flash kann Safari nichts anfangen. Bedenken gibt es außerdem beim Thema Sicherheit: Die zu ebay gehörende Online-Bank Paypal gab im März eine Warnung an ihre Kunden heraus, der Apple-Browser sei bei Finanztransaktionen zu wenig geschützt.
Wer etwa einen Palm Treo erwirbt, bekommt die mobile Version des Microsoft „Explorers“ mitgeliefert. Das kommt Nutzern, die mit der Bedienung dieses Webbrowsers durch ihren PC vertraut sind, sehr entgegen. Insgesamt wird der schlanke Explorer für mobile Geräte gut bewertet, auch wenn er etwas umständlich in der Menüführung ist und manche Seiten mehrfach laden muss.
Nokia integriert in seine Handys der Serie 60 den Browser „Minimap“. Der mobile Browser stellt so gut wie alle Webinhalte dar, inklusive Java und Ajax. Nur Flashseiten bereiten Minimap Probleme, was allerdings für fast alle Handy-Browser gilt. Insgesamt wird dieser Handy-Browser als eines der besten vorinstallierten Programme bewertet. Im Gegensatz dazu schneidet der Browser, den Nokia seinen Mobiltelefonen der Serie 40 mitgibt, schlechter ab. Experten empfehlen in diesem Fall, besser nachträglich einen freien Browser zu installieren.
Ein Handy-Browser mit vielen Applikationen für die S60-Plattform ist „NetFront“. Motorola, Samsung, Sony Ericsson u.a. liefern ihre Geräte mit dem vorinstallierten Browser von Access. Obwohl weit verbreitet, ist seine Leistung eher durchschnittlich. Gerade große Seiten wirken schnell unübersichtlich oder lassen sich schwer öffnen.
Freie Software: Opera Mini, TeaShark, Minimo
Unter den freien Handy-Browsern, die der Nutzer selbst installieren kann, bekommt „Opera Mini“ die besten Noten. Diese kostenlose Handy-Version des umfangreichen Webbrowsers „Opera“ hat sich so bewährt, dass manche Handy-Hersteller sie inzwischen bereits vorinstallieren. Beispielsweise unterstützt das Samsung-Smartphone SGH-F700V, das bei Vodafone unter dem Namen „Qbowl“ vertrieben wird, den mobilen Browser Opera Mini. Das Programm arbeitet schnell und ist unkompliziert, viele Funktionen lassen sich direkt über die Zifferntastatur aufrufen. Opera Mini garantiert nicht nur eine angenehme mobile Surferfahrung, die Online-Bank Paypal empfiehlt den Browser auch ausdrücklich für sichere Finanztransaktionen. Für Symbian- und Windows-Mobile-Handys gibt es den Browser „Opera Mobile“, der allerdings 19 Euro kostet.
Als Alternative zu Opera Mini empfehlen einige Branchenexperten den Handy-Browser „TeaShark“. Das kostenlose Programm gibt es allerdings bislang nur als Betaversion. Der Teashark kann auf allen Java-Handys installiert werden, im Grunde nutzt das Programm die gleiche Technik wie der Safari von Apple oder der Minimap von Nokia. Für Geräte von Motorola existiert eine speziell zugeschnittene Version. Trotz Testphase und einigen Schwachstellen läuft der Teashark schon sehr stabil.
Die mobile Variante des Webbrowsers „Firefox” heißt „Minimo“. Wer den Firefox gewöhnt ist, wird sich mit der mobilen Ausgabe gut zurecht finden. Darüber hinaus bietet die Software mehr Features als etwa der Microsoft Explorer für das Handy.
Autor: FN
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