Linux-Handy bald keine Utopie mehr
18.02.2008
Linux-Handys vor dem Durchbruch: Auf dem letzte Woche zu Ende gegangenen GSM Mobile World Congress in Barcelona wurde unter anderem die Software-Plattform für Handys auf Linux-basis präsentiert. Die Linux-Handy-Plattform selbst wird ab März 2008 verfügbar sein, die API-Dokumentationen wurden bereits veröffentlicht.
Die neue Handy-Linux-Plattform soll als einheitliche Softwarebasis für unterschiedliche Hardware dienen, um so auf möglichst vielen Geräten verschiedener Hersteller eingesetzt werden zu können.
Software Development Kit für Linux-Handy-Plattform
Für die von der LiMo Foundation präsentierte Linux-Plattform für Handys ist auch ein Software Development Kit (SDK) in Arbeit, das verschiedene Werkzeuge liefern soll, damit die LiMo-Plattform sinnvoll entwickelt werden kann.
Das für das zweite Halbjahr 2008 angekündigte SDK basiert auf der freien Entwicklungsumgebung Eclipse und soll Werkzeuge liefern, um native und Java-Anwendungen für die Linux-Handys programmieren zu können.
Linux mobile: Erste Handys mit LiMo-Software
Für das laufende Jahr wurden die ersten Handys angekündigt, auf denen die LiMo-Software laufen soll. Dazu zählen verschiedene Geräte, die im vierten Quartal 2008 auf den Markt kommen sollen.
Neben Motorola (mit dem Razr2 V8) haben nach Angaben der LiMo Foundation für die Zukunft auch NTT DoCoMo, sowie Samsung (mit dem SGH-i800), LG, Aplix und Purple Labs Prototypen angekündigt, die mit der Handy-Linux-Software bestückt werden sollen.
LiMo Foundation versus Google
Die Anfang 2007 ins Leben gerufene LiMo Foundation ist ein Zusammenschluss mehrerer Unternehmen, die gemeinsam an einer Software-Plattform für Handys arbeiten, die unabhängig ist und auf Linux basiert.
Zu den Gründungsmitgliedern der Foundation für Linux Mobile gehören unter anderem Motorola, NEC, NTT DoCoMo, Panasonic, Samsung und Vodafone. Mittlerweile haben sich der Foundation auch Firmen wie LG, Wind River und MacAfee angeschlossen. Zum Mobile World Congress 2008 traten auch Access und Orange der Vereinigung bei.
Größter Konkurrent im Kampf um die Software-Vorherrschaft auf Millionen von Mobiltelefonen auf der ganzen Welt ist der Suchmaschinenriese Google mit seiner Plattform Android, die ebenfalls im Jahr 2008 auf den Markt gebracht werden soll. Auch bei Android haben sich mehrere Unternehmen in der Vereinigung Open Handset Alliance (OHA) zusammengeschlossen.
Autor: MN
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