Internet by call: Voreingestellten Datentarif überprüfen
Ratgeber: Internet-By-Call - mobiles Handy-Surfen ohne Vertragsbindung
Wirft man heutzutage einen Blick auf die Angebote deutscher Netzbetreiber, sieht man eine Unzahl von Datentarifen, Kombitarifen und vielen anderen Möglichkeiten, das mobile Internet zu nutzen. Doch nicht jeder ist ein ausdauernder Nutzer des Internets für unterwegs oder ist schon völlig überzeugt davon.
Daher ist es manchmal auch recht nützlich, zu erfahren, welche Offerten die Netzbetreiber für den Gelegenheits-Surfer im Portfolio haben. Das sogenannte Internet-By-Call-Verfahren kann für viele, die nicht viel Zeit im Internet verbringen, eine sinnvolle Alternative sein.
Warum Internet-By-Call?
Wer mit seinem Handy spontan im Internet surfen möchte, nutzt dafür meist das so genannte „Internet-by-Call-Verfahren“. Er bucht also nicht zusätzlich einen bestimmten Datentarif zu seinem Sprachtarif dazu, sondern greift auf die entsprechenden Option zurück, die bei seinem Handyvertrag voreingestellt ist.
Bevor man über „Internet by Call“ eine Netzverbindung herstellt, sollte man sich jedoch mit den Tarifkonditionen des jeweiligen Mobilfunkunternehmens vertraut machen, denn bei einigen Anbietern sind im Internet-by-Call-Bereich erhebliche Kostenfallen versteckt. Wer also über sein Handy nicht nur telefonieren, sondern auch ins Internet gehen möchte, dem sei dringend angeraten, vorher einen genauen Blick auf die voreingestellten Datentarife zu werfen.
Vodafone: sperrige fünf-Minuten-Taktung
Vor allem Bestandskunden, die bereits einen Mobilfunkvertrag ihr eigen nennen, aber kein Zusatzpaket buchen möchten, das die monatlichen Kosten in die Höhe treibt, suchen oft nach günstigen Internet-By-Call-Angeboten. Wer bei Vodafone zu Hause ist und dort einen der gängigen Sprachtarife gebucht hat, kann auch über Vodafone ins Internet. Per Vodafone-Internet-By-Time surft man für einen Minutenpreis von neun Cent.
Der Nachteil ist hier allerdings die Taktung. Abgerechnet wird alle fünf Minuten. Wer also nur kurz die E-Mails abruft und nur eine knappe Minute dafür benötigt, zahlt dennoch 45 Cent, da in fünf-Minuten-Blöcken gerechnet wird. Somit relativieren sich die augenscheinlich günstigen neun Cent pro Minute wieder etwas.
Kosten: Taktung: Max. Download: Handy/Smartphone: Detail-Informationen: Bestellmöglichkeit: |
0,09 € / Minute 5 Minuten 7,2 Mbit/s gratis oder zum subventionierten Preisbeim Anbieter zum Anbieter |
| Vodafone Internet by time ist bei Neuverträgen in Laufzeittarifen (ausgenommen D2- und Vodafone-BusinessTarife sowie Vodafone-BusinessMinutenPakete, Datentarife, Vodafone Zuhause, mobi-click sowie Vodafone UMTS-MinutenPakete Plus) für nationalen ab- und eingehenden Datenverkehr voreingestellt. Gesurft wird über den APN (Zugangspunkt) wap.vodafone.de sowie web.vodafone.de. | |
Telekom: Gute Taktung, aber langsames Internet
Für Kunden der Deutschen Telekom, die entweder einen Max Flat-, Relax- oder Xtra-Tarif gebucht haben, gibt es ebenfalls die Möglichkeit, ohne jede Vertragsbindung oder Zusatzoption online zu gehen. Zu diesem Zweck ist auf jedem Handy mit den genannten Tarifen die Option web’n’walk-Starter voreingestellt.
Damit surft man für neun Cent pro Minute. Die Taktung ist etwas freundlicher gestaltet als bei Vodafone, denn bei der Telekom wird im Minutentakt abgerechnet. Nicht enthalten ist Internet-Telefonie (VoIP), WLAN oder Instant Messaging. Die Geschwindigkeit liegt bei 384 kBit im Downstream und ist somit deutlich geringer als bei etwaigen Datentarifen. Für gelegentliches Abrufen der Mails und ähnliches dürfte dies aber genügen.
Kosten: Taktung: Max. Download: Handy/Smartphone: Detail-Informationen: Bestellmöglichkeit: |
0,09 € / Minute 60/60 s 384 Kbit/s gratis oder zum subventionierten Preisbeim Anbieter zum Anbieter |
| Die Option Xtra web'n'walk Starter ist in allen Xtra-Tarifen automatisch voreingestellt. Die Nutzung von WLAN und VoIP ist ausgeschlossen. Im Download werden im Inland Geschwindigkeiten bis zu 384 kbit/s und im Upload bis zu 32 kbit/s angeboten. | |
Minutengenaue Taktung bei o2
Kunden von o2 finden ähnliche Konditionen vor wie die der Telekom. Für alle O2-Mobilfunktarife ist ein Minutenpreis von neun Cent eingestellt, wenn man ins Internet geht. Wer die "Standardabrechnung" über das Internet bestellt, zahlt sogar nur acht Cent die Minute.
Die "Standardabrechnung Time" ist bei jedem o2-Mobilfunkkunden automatisch voreingestellt. Die Taktung erfolgt minutengenau und auch die Einschränkungen sind die gleichen wie bei der Telekom. Auch bei O2 ist Video- und Sprachtelefonie nicht inbegriffen.
Voreingestellter Datentarif: Kosten: Taktung: Max. Download: Handy/Smartphone: Detail-Informationen: Bestellmöglichkeit: |
Standard-Abrechnung-Time 0,09 € / Minute 60/60 s 7,2 Mbit/s gratis oder zum subventionierten Preis beim Anbieter zum Anbieter |
| Die Datenverbindung muss über den Zugangspunkt (APN) surfo2 erfolgen, ansonsten erfolgt eine volumenbasierte Abrechnung mit 9,27 €/MB zzgl. 0,09 € Tagesnutzungsgebühr. | |
Discounter rechnen anders ab
Auch viele Prepaid-Discounter offerieren Internet-By-Call-Tarife. Hier ist jedoch zu beachten, dass sich deren Preise nicht auf Zeit, sondern auf Volumen beziehen. Das sollte man im Hinterkopf behalten und überprüfen, auf welchen Seiten man sich vor allem aufhält. Ruft man hauptsächlich Nachrichtenseiten mit Bildern oder gar Videos auf, können die Volumentarife der Discounter schnell zur Kostenfalle werden.
Surft man in erster Linie auf textbasierten Homepages, können sie hingegen eine lohnende Alternative sein. Die Preise rangieren meist bei 24 Cent pro Megabyte, lediglich Klarmobil verlangt nur 19 Cent pro MB. Die Unterschiede liegen vor allen Dingen in der Taktung, die von zehn-Kilobyte-Blöcken bei Klarmobil oder Aldi-Talk bis zu 400-kB-Blöcken bei Tchibo reichen.
Autor: JM
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