o2: Internet-Einwahl mit dem Handy vereinfacht
29.08.2008
Bislang ist die Internet-Einwahl mit dem Handy nicht ganz einfach. Die Übertragungsstandards GPRS und UMTS sind in den meisten Mobilfunktarifen zwar freigeschaltet, dennoch muss der Kunde einige Schritte ausführen, um eine mobile Internet-Verbindung herzustellen.
Der Mobilfunkanbieter o2 hat die Handy-Einwahl ins WorldWideWeb nun offenbar vereinfacht: der Online-Zugang soll jetzt auch funktionieren, wenn ein falscher oder überhaupt kein GPRS-Zugangspunkt im Mobiltelefon eingetragen wurde. Laut o2 verbindet sich das Handy beispielsweise automatisch mit dem Internet, sobald der Browser eingeschaltet wird.
Manuelle Konfiguration erforderlich
Nutzer, die ihr Handy nicht bei dem Netzbetreiber gekauft haben, über dessen SIM-Karte sie telefonieren, mussten bisher vor der Online-Verbindung die Zugangsdaten eingeben. Dafür gibt es bei den meisten Handys ein Menü mit dem Namen „Verbindung“. Spezielle Infoseiten geben Auskunft über die Einwahl-Parameter für WAP und Web. Häufig erkennen die Netze auch automatisch, wenn die SIM-Card in einem neuen Handy genutzt wird und stellen die nötigen Einstellungen ungefragt zur Verfügung. Der User erhält im Anschluss eine Daten-SMS. Sobald er diese abgespeichert hat, kann das mobile Surfen beginnen.
Einfache Einwahl von o2 kann zur Kostenfalle werden
O2-Kunden müssen diese manuelle Konfiguration nun nicht mehr vornehmen. Das ist bequem und zeitsparend, birgt aber leider auch Gefahren: Es kann nun durchaus vorkommen, dass sich das Handy aus Versehen ins Internet einwählt. Beispielsweise dann, wenn die Tastatursperre nicht aktiviert ist und der Online-Button gedrückt wird. Möglicherweise bemerkt der Nutzer erst eine halbe Stunde später, dass eine kostenpflichtige Internet-Verbindung aufgebaut wurde.
Auf Anfrage des Internetportals teltarif.de bestätigte die Pressestelle von o2 diese Problematik. Man arbeite an einer Lösung, konkrete Angaben gebe es aber noch nicht. Allerdings werde die Internet-Verbindung automatisch nach 15 Minuten unterbrochen, wenn keine Datenübertragung stattfinde, versicherte die Pressestelle des Münchner Mobilfunkanbieters. Bei einer Nutzung des „GPRS-by-Call“-Tarifs müsste der Kunde für eine unbeabsichtigte Verbindung praktisch 15 mal neun Cent bezahlen, also insgesamt 1,35 Euro. Wenn ein Nutzer glaubhaft versichern könne, dass ihm durch den Internet-Zugang unbeabsichtigt Kosten entstanden seien, werde sich die Kundenbetreuung sicherlich kulant verhalten, hieß es bei der o2-Pressestelle.
Autor: FN
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