Handy-Fotos: mehr als nur Schnappschüsse
14.04.2009
Längst vergangen sind die Zeiten, als Handys nur zum Telefonieren benutzt wurden. Heute sind die kleinen Telefone mobile Alleskönner und praktisch jedes UMTS-Handy hat eine integrierte Kamera. Inzwischen kann diese den digitalen Fotoapparat durchaus ersetzen, gerade bei den aktuellen Handys ist die Qualität der eingebauten Kameras sehr gut.
Fotomodule mit zwei bis acht Megapixel garantieren gestochen scharfe Bilder – vorausgesetzt, der Handy-Fotograf wackelt nicht beim Abdrücken. Überhaupt liegt es oftmals nicht an der Technik der Kamera, wenn ein Handy-Foto optisch nicht überzeugt: Vielmehr hat der Handy-Besitzer das Motiv schlecht ausgewählt oder eine falsche Einstellung gewählt. Denn auch bei den mobilen Schnappschüssen sollte man einige grundlegende Regeln beachten
Neuer Trend: Straßenfotografie
Im Zusammenhang mit den Handy-Fotos spricht man heute von Straßenfotografie. Gemeint ist eine Optik, die sehr zufällig und spontan daherkommt, mit Bildern, die authentisch und nicht inszeniert wirken.

Die Werbeindustrie hat sich diesen Trend zu nutze gemacht und entwirft ihrerseits Spots, die „wie zufällig aufgenommen“ aussehen – dabei aber komplett inszeniert sind.
Profi-Tipps für Handy-Fotografen
Vor einiger Zeit hat der Elektronikkonzern Samsung den Fotografen Nick Turpin losgeschickt, um mit dem Foto-Handy M8800 Pixon verschiedene Länder zu bereisen und die integrierte Kamera zu testen.
Der Straßenfotograf hat einige Ratschläge zusammengefasst, wie man ohne viel Aufwand ansprechende und interessante Handy-Fotos schießen kann.
Die erste Profi-Regel, die man beherzigen sollte, ist: immer mehrere Bilder von einem Motiv aufnehmen. Später kann man dann das Beste auswählen. Auch lohnt es sich, einen reizvollen Moment abzuwarten und eine Szene nicht immer sofort zu fotografieren. Nächster Tipp von Turpin: auf der Straße am besten immer die Automatikeinstellungen wählen. Sie garantieren die richtige Belichtung und Schärfe. Die Zoom-Funktion sollte man hingegen lieber ungenutzt lassen. Meistens erzielt man bessere Ergebnisse, wenn man einfach nahe an das Motiv herantritt. Schließlich empfiehlt Turpin noch einen Trick: Um besonders unauffällig zu wirken, sollten Straßenfotografen mit ihrem Handy ab und an telefonieren oder zumindest so tun, als ob. Wenn die Bilder dann im Kasten sind, kann man sie nach Wunsch mit Nachbearbeitungs-Software wie Photoshop optimieren. Selbst einfache Korrekturen bringen oft eine deutliche Verbesserung der Fotos.
Autor: FN
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