Google Latitude: Freunde, wo seid ihr?
06.02.2009
Nutzer können jetzt Freunde und Verwandte über Google ausfindig machen. Die neue Anwendung Google Latitude macht’s möglich. Mit Latitude kombiniert Google Location Based Services für Handy-Nutzer mit Social Networks. Bei dem Dienst handelt es sich um eine Erweiterung von Google Maps für Mobiltelefone, die ab sofort kostenlos aus dem Internet herunter geladen werden kann.
Das Ortungsprogramm wird zunächst über das Google-Konto aktiviert. Dann kann der User Freunde einladen, ebenfalls Google Latitude zu nutzen. Nimmt einer die Einladung an, erscheint sein Bild auf der Google Map im Display des Mobiltelefons. So sieht der User, wo sich der Freund gerade aufhält. Nun braucht der Nutzer nur noch das Kontakt-Icon anzuklicken, schon wählt das Handy den Buddy an – per SMS, E-Mail oder Telefon.
Kontrolle über seine Daten liegt nach wie vor beim Nutzer
Kommt es zu einer Verabredung der Freunde, liefert das Programm gleich die entsprechende Wegbeschreibung zum Treffpunkt. Das erste Ortungsprogramm dieser Art hatte Google im Herbst 2007 mit „My Location“ auf den Markt gebracht, Latitude soll diesen Service jetzt ergänzen. Die Software steht bereits in 42 Sprachen für 27 Länder zur Verfügung.
Google Latitude läuft auf den meisten BlackBerry-Geräten sowie auf Mobiltelefonen, die Windows Mobile 5.0 und höher nutzen. Auch Smartphones mit dem Symbian S60-Betriebssystem unterstützen den neuen Google-Service. In Kürze will der Suchmaschinenbetreiber den Ortungsdienst auch für das iPhone und das eigene G1-Smartphone mit Android-Betriebssystem anbieten. Latitude kann außerdem über iGoogle auch am stationären Rechner genutzt werden.
Aber, will man eigentlich immer und überall nachverfolgbar sein? Laut Pressesprecher Stefan Keuchel ist man sich auch bei Google im Klaren darüber, dass viele Verbraucher Wert auf den Schutz ihrer Daten legen: „Deshalb haben wir auch mehrere Sicherungen eingebaut, die garantieren, dass der Nutzer die totale Kontrolle hat“, betont Keuchel. Latitude funktioniere darüber hinaus nicht so exakt wie etwa GPS, die Position werde nur auf circa 200 Meter genau bestimmt. Der User könne zudem selbst festlegen, welche Informationen zu seinem Standort angezeigt werden sollen, beispielsweise nur die Stadt, nicht aber das Stadtviertel. Der neue Google-Dienst nutzt für die Ortung die Positionssignale, die das Mobiltelefon regelmäßig an die Basisstationen sendet.
Autor: FN
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