Cloud Computing: Daten gehören in Zukunft ins Netz
27.01.2009
Derzeit wird in US-Blogs und –Fachmedien viel über das künftige Engagement von Microsoft im Cloud-Computing-Bereich spekuliert. Der Name der dabei häufig genannt wird lautet "Skybox". Glaubt man Amerikas Technik-Bloggern arbeitet Microsoft an einer neuen Technik, die es Nutzern ermöglichen soll, ihre Daten via Web mit online gespeicherten Datenbeständen abzugleichen, Daten im Netz zu sichern und miteinander auszutauschen.
Wie die Technik-Website neowin.net kürzlich gemeldet hat wird Microsoft Mitte Februar in Barcelona auf dem diesjährigen Mobile World Congress, der wichtigsten Mobilfunkmesse des Jahres, sein ganzes Cloud-Computing-Portfolio ausrollen. Insgesamt seien derzeit drei Angebote bei Microsoft in Entwicklung. Die Codenamen für die Tools, die mit Microsofts Cloud-Computing-Strategie in Zusammenhang gebracht werden lauteten Skybox, Skyline und Skymarket. Den größten Wirbel dürfte es auf der Messe um die Skybox geben, die in erster Linie für Privatanwender ausgelegt ist.
Cloud Computing: Die Datenwolke als Giga-Trend
Cloud Computing beginnt für die großen Internetunternehmen dieser Welt immer wichtiger zu werden. In naher Zukunft soll nicht mehr der persönliche Computer, sondern das Internet im Zentrum stehen. Immer mehr Unternehmen glauben daran, dass Cloud Computing schon sehr bald Endgeräte lediglich zu "Fenstern" degradieren wird, über die man auf einen stets aktuellen Datenbestand zugreifen kann. Wer am PC einen Termin einträgt, dem wird der Termin später auch im Handy-Organizer automatisch angezeigt, wer von unterwegs einen Kontakt einfügt, kann ihn später am PC abrufen.
Neben Microsoft sind es der Suchmaschinengigant Google, der Hardware-Hersteller Apple mit MobileMe und der Handy-Produzent Nokia mit seinem Dienst Ovi, die alle an das Cloud-Computing-Prinzip glauben und der Menschheit ihre eigene "Wolke" anbieten wollen.
Was verbirgt sich hinter der Skybox?
Das Rad neu erfunden hat Microsoft mit Skybox sicherlich nicht. Bereits vor einem halben Jahr brachte Apple seinen Online-Dienst MobileMe heraus. Der Apple-Dienst kann die Daten stationärer Rechner mit einem Web-Portal und dem iPhone verbinden. Apples MobileMe-Angebot kostet Einzelnutzer 79 Euro pro Jahr.
Der Skybox-Dienst ist recht ähnlich aufgebaut: Die Skybox soll es Kunden unter anderem ermöglichen, Sicherheitskopien der auf dem Handy gespeicherten Daten anzufertigen. Zudem sei eine Online-Verwaltung der Handy-Daten per Skybox geplant. Diese könnten auch mit anderen Skybox-Nutzern ausgetauscht werden. Die Skybox soll den Abgleich von Kontaktdaten, E-Mails und Terminen quasi in Echtzeit ermöglichen.
Neben der Skybox sollen auch zwei andere Cloud-Computing-Produkte auf der Messe in Barcelona vorgestellt werden. Mithilfe der Online-Software Skyline sollen Unternehmen die Mobiltelefone ihrer Mitarbeiter für die Zusammenarbeit mit Microsofts E-Mail-, Kontakt- und Terminverwaltungssoftware Exchange konfigurieren können.
Der Online-Software-Shop Skymarket soll Microsofts Cloud-Computing-Strategie abrunden: In dem Online-Shop sollen sich Besitzer von Handys, die mit Microsofts Windows Mobile laufen, künftig mit Zusatzsoftware versorgen können.
Autor: MN
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